USA | Yosemite National Park

Vom Kings Canyon braucht man ca. vier Stunden zum Yosemite National Park. Wir decken uns auf dem Weg dorthin wieder mit Lebensmitteln ein. Wir sind vorgewarnt, dass es schwierig wird, dort einen Zeltplatz zu finden, denn der Yosemite Nationalpark ist einer der beliebtesten Nationalparks der USA. Aber was uns dann dort erwartet verschlägt uns den Atem. Wir befolgen leider nicht den Rat nicht in das Yosemite Valley zu fahren, wenn man dort keine Reservierung hat und als wir gerade die letzte Möglichkeit in den Norden zu fahren passieren, stehen wir im Stau. Es ist die absolute Hölle! Wie wir später erfahren, war der amtierende Präsident Obama vor Ort, was vermutlich zu diesem mega Chaos geführt hat. Es geht im Schneckentempo vorwärts und absolut jeder Zeltplatz ist komplett voll. Außerdem ist hier so ein Gewusel und es sind solche Menschenmassen unterwegs, dass wir keinerlei Lust verspüren, hier zu bleiben.

So verlieren wir sicherlich gute 1-2 Stunden, die wir in einer Blechkolonne verbringen, bevor wir diesen eigentlich unfassbar schönen Ort wieder verlassen. Wir können nur jedem empfehlen, hier einen Zeltplatz zu reservieren und vielleicht weder am Wochenende (denn das ist es auch noch^^), noch zu den amerikanischen Ferien hier her zu fahren. Es lohnt sich bestimmt. Aber wenn ihr wie wir Samstags aufkreuzt und nichts reserviert habt, erspart es Euch, es macht keinen Spaß!

Dann fahrt lieber in den Kings Canyon, dort ist es deutlich entspannter und friedlicher.

Etwas verärgert über uns selber, weil wir dem Rat nicht gefolgt haben, machen wir uns nun auf in den Norden vom Yosemite, ein lang gezogener Weg, der immer weiter hoch führt. Wir fahren an Schnee vorbei und können unseren Augen kaum trauen. Wir fahren an vielen wunderbaren Orten vorbei, an Seen, in denen Eisschollen schwimmen, an schönen Aussichtspunkten, an denen Menschenmassen stehen, die auf eine der zahlreichen bekannten Bergen schauen.

Als wir oben ankommen, bei den Tuolumne Meadows, einer herrlichen Landschaft, erfahren wir, dass der Zeltplatz erst morgen öffnet. Völlig ratlos überlegen wir was wir nun machen wollen. Auf dem Weg hier her hatten wir einen Zeltplatz angeschaut, den White Wolf, allerdings hatte er uns nicht überzeugt, da hier die Fläche zum Zelten sehr löcherig und hügelig ist. Außerdem gibt es nur Dixie-Toiletten, da die Toiletten-Anlagen gerade saniert werden. Da möchte ich nicht hin!

Wir finden aber eine Rangerin, die uns erklärt, man außerhalb des Parks zahlreiche Zeltplätze finden würde, die sicherlich noch Platz hätten.

So machen wir uns auf den Weg und passieren dabei den bekannten Tioga Pass, der von November bis Mai wegen hoher Schneemassen geschlossen ist. Das ist ein 3031 m hoher Gebirgspass in der Sierra Nevada in Kalifornien. Er ist der östliche Zugangspunkt des Yosemite Parks und der höchstgelegene Highway Pass in Kalifornien. Der Begriff Tioga stammt von den Irokesen und Mohawk Indianern und bedeutet in etwa: Wo es sich gabelt (Quelle: Wikipedia).

Von hier aus geht es steil hinab zum Lake Mono, ganze 900 Höhenmeter.

Auf dem Weg dorthin finden wir dann auch einen Zeltplatz. Hier bleiben wir eine Nacht.

Yosemite
Unser Zeltplatz außerhalb des Yosemite

Am nächsten Tag fahren wir wieder hoch zum Yosemite, durchqueren ein zweites Mal den Tioga Pass und machen bei den Meadows zwei Wanderungen.

Die erste führt uns durch einen dichten Wald, an Schneebedeckten Hügeln vorbei, wo wir über kleine Flussläufe springen. Hier liegt noch ziemlich viel Schnee.

Der zweite Trail führt uns durch die Wiesenlandschaft und ich schieße Fotos, die nach Foto-Montage aussehen. Überall laufen Chipmunks und Mule Deers herum. Es ist so wunderschön hier!

Wer im Yosemite ist, sollte sich den Norden nicht sparen! Hier ist deutlich weniger los als unten im Tal, dafür natürlich auch kälter und man kann nur im Sommer hier sein.

Es ist Juli und überall liegen noch Schneereste, krass!

Man kann sicherlich viele Tage hier verbringen. Wir sind aber mit unserem Zeltplatz nicht wirklich glücklich und die Kälte zerrt an unseren sonnenhungrigen Knochen, so dass wir uns noch am selben Tag Richtung Lake Tahoe aufmachen.

Fakten zum Yosemite:

Der Yosemite liegt 300 km östlich von San Francisco, entlang der westlichen Hänge der Sierra Nevada Kaliforniens. Er hat eine Fläche von knapp 3000 km². Er wurde als einer der ersten Nationalparks der USA 1890 gegründet und wurde im Jahr 1984 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Er liegt in einer Höhe zwischen 600- 4000 Metern und er beinhaltet vier verschiedene Ökosysteme. Es gibt Seen, Teiche, 2600 km Flüsse, 1300 km Wanderwege und 560 km Straße.

Vor über zehn Millionen Jahren wurde die Sierra Nevada durch Faltung in die Höhe gedrückt. Die Flüsse Tuolumne River und Merced River fließen in Richtung Yosemite Valley, wo sie 900-1200 m tiefe Täler geschnitten haben.

Es kommen jährlich über drei Millionen Besucher in den Nationalpark, was zu erheblichen Problemen führt. Die meisten Besucher bleiben im Yosemite Valley. Die hohen Besucherzahlen gehen auf Kosten der Natur, wodurch sich das Parkmanagement immer wieder mit Kritik konfrontiert sieht. Nach langjährigen Gerichtsprozessen legte es 2014 eine Obergrenze für Besucher fest. Allerdings werden noch keine der anderen Maßnahmen durchgeführt.

Der Yosemite liegt im Bereich des subtropischen Winterregenklimas. Der Schnee bleibt im Hochland nicht vor November liegen und sammelt sich dann bis April an.

Mit steigender Höhe sinken die Temperaturen, aber durch die Nähe zum Pazifik fallen die Tiefstwerte moderat aus. Die durchschnittlichen Tagestemperaturen liegen im Hochland, bei den Meadows bei -3,9-11,5°C, im Yosemite Valley hingegen bei 7,8-32,2°C.

Auch hier findet man den Schwarzbären, Rotluchse, Graufuchse, Hirsche, Königsnattern, Fledermäuse und zahlreiche andere Tiere.

Trotz des großen Lebensraumes sind mittlerweile drei Tierarten gänzlich ausgestorben und 37 weitere stehen unter besonderem Schutz. Luftverschmutzung, Klimawandel, außerdem Autounfälle und das Füttern der Wildtiere durch Touristen sind große Bedrohungen.

(Quelle: Wiki)

Wer mehr dazu lesen will, wird hier und hier fündig.

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