USA | Kings Canyon National Park

Kings Canyon Nationalpark

Kings Canyon

Wir verlassen den Lodgepole Campground und machen uns auf den Weg zum direkt angrenzenden Kings Canyon Nationalpark.

Der Sequoia und der Kings Canyon wurden 1948 zusammengelegt und gelten seit dem als ein Nationalpark.

Genau an der Grenze der beiden Parks, im Grant Grove, steht der (angeblich) zweitgrößte lebende Baum der Welt, der General Grant Tree. Er ist zwischen 1500-1900 Jahre alt, ist nach dem Bürgerkriegsgeneral Ulysses S. Grant benannt, hat ein Volumen von 1357 Kubikmetern und ist 81,1 m hoch. Sein Durchmesser beträgt 8,85 m. Es gibt höhere Bäume allerdings weniger voluminöse 😉

Bevor wir in die wärmere Region runter fahren, schauen wir ihn uns natürlich an. Wieder geht es über einen kleinen Trail, gesäumt von ausdrucksstarken Bäumen. Es lohnt sich unbedingt hier her zu kommen!

Von dort fahren wir dann auch endlich nach Unten in die Wärme. Wir brauchen eine ganze Weile bis wir die Talsohle erreichen, sicherlich 60-70 Minuten. Die Flora ändert sich stark. Von dicht bewaldet wird es karger und felsiger. Ein Fluss hat sich hier einen Weg durch die Felsen geformt.

Im Tal gibt es vier Zeltplätze. Der erste gefällt uns nicht gut und wir fahren weiter, aber der zweite, Sentinel, ist schon mehr nach unserem Geschmack und entpuppt sich noch als der schönste Zeltplatz unserer USA-Reise.

Fast fußläufig kann man von hier zum Cedar Grove Visitor Center, wo es Duschen, Waschmaschinen und einen kleinen Laden gibt. Es empfiehlt sich, alles mitzubringen, da der Laden nicht gut bestückt ist. Hier erfahren wir auch von einem Ranger, dass hier im vorigen Jahr, 2015, ein verheerendes Feuer gewütet hat, bei dem ein Großteil der Baumbestände verbrannt seien. Er erzählt uns, dass die Ranger-Anlage sowie der Visitor Center mit feuerfesten Wänden geschützt wurden. Wer hier Wanderungen unternimmt, wird auch viele tote, verbrannte Bäume sehen.

Wir richten uns aber erst mal auf unserem riesigen, 18$ teurem Zeltplatz häuslich ein, hängen die Hängematten auf und genießen es, dass es hier sicherlich 10° C wärmer ist als oben im Sequoia.. 😉

Die Talsohle des Kings Canyon liegt auf nur 1412 m und die 600 Höhenmeter Unterschied sind deutlich bemerkbar, was ein Glück! 🙂

Wir gehen noch am selben Tag eine der schönsten Wanderungen überhaupt. Kanawyer Loop Trail, 5 Meilen lang. Er startet an Roads End und verläuft am Fluss entlang durch eine sagenhafte Natur. Man muss über Astbrücken klettern, was ganz schön rutschig ist. Aber wir haben beide einen schönen Wanderstock, mit dem wir uns gut stützen können.

Abends grillen wir und genießen es, dass es nicht so kalt wird. Es ist so friedlich hier!

Am nächsten Tag machen wir dann eine größere Wanderung, die auch etwas schwerer ist, es ist ein 6-8 km langer Loop, der erst mal 500-700 Höhenmeter hinauf führt. Es geht den kompletten Berghang hinauf. Die Sonne knallt und es ist ganz schön anstrengend. Wir werden aber bei dem ersten View Point, belohnt und wir können hinunter auf das ganze Tal blicken. Im Hintergrund sieht man schneebedeckte Berge und überall stehen abgebrannte Bäume. Es schaut richtig surreal aus. Wir sehen wenig Tiere hier und leider auch keine Bären. Immer wieder starren wir mal auf die gegenüberliegenden Hänge, ob wir da nicht ein kleines braunes Knäuel sehen – leider ohne Erfolg.

Am Mittag ruhen wir uns in unseren Hängematten aus und genießen die wunderbare Atmosphäre. Hier müssen wir unbedingt nochmal hin!

Wir werden noch so einige Male bereuen, hier nur 2 Nächte geblieben zu sein. Und wir werden auf jeden Fall wiederkommen!

Am nächsten Tag fahren wir weiter zum Yosemite National Park.

 

Fakten zum Kings Canyon:

Der Kings Canyon Nationalpark liegt genau wie der angrenzende Sequoia Nationalpark in der Sierra Nevada im Westen Kaliforniens. Gegründet wurde er am 4.3.1940 und nur wenige Jahre später, 1948, wurden beide Parks zusammengelegt. Nichtsdestotrotz sollte man mehr Zeit mitbringen, denn um beide Parks in Ruhe ansehen zu können, braucht man so viel Zeit wie für zwei Parks!

Aufgrund ihrer Vielfältigkeit bieten beide Parks eine große Anzahl möglicher Aktivitäten. Die Wege führen von kurzen Spaziergängen bis hin zu mehrtägigen Wanderungen. Die Wanderwege vom Cedar Grove aus, führen entlang von Flussläufen, zu kleinen Bergseen, auf Bergrücken und Gipfeln. Bekannt ist der 100 km lange John Muir Trail, der beide Parks durchquert und zum Yosemite führt.

Insgesamt gibt es über 2000 km Wanderwege!

In den beiden Nationalparks gibt es Höhen von 400 m bis 4000 m.

Die Gebirgskette der Sierra Nevada bildet die Ostgrenze der beiden Parks. Unter den zahlreichen Viertausendern befindet sich hier auch der höchste Berg der USA außerhalb Alaskas, der 4418 m hohe Mount Whitney.

Im Sequoia Nationalpark sind Klima und Vegetation subalpin bis alpin. Im benachbarten Kings Canyon hingegen findet man sich unvermittelt in einem im Sommer heißen und trockenen Tal wieder, in welchem Wüstenpflanzen gedeihen. Die mäßigen Niederschläge fallen gleichmäßig auf das ganze Jahr verteilt.

Hier gibt es Schwarzbären, Waschbären, Fledermäuse, Füchse, Murmeltiere, Maultierhirsche und Mader.

Die beiden Parks sind nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, man braucht zwingend ein Auto.

Hier geht es zur offiziellen Seite.

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