USA | Death Valley

Death Valley oder: Von Kojoten und Sandstürmen

Wir decken uns in Las Vegas mit Getränken und Lebensmitteln ein und machen uns zeitig auf den Weg zum Death Valley, unserem nächsten Ziel. Der National Park befindet sich ca. 140 Meilen von Las Vegas entfernt. Die Fahrt geht zügig um und wir erreichen Death Valley am frühen Vormittag.

An der Grenze sieht man den Sturm immer noch

Aus Las Vegas kommend kann man sich als erstes „Dante´s View“ anschauen, von wo man das gesamte Death Valley überschauen kann. Wir verpassen leider die Abfahrt und denken wir kämen von der anderen Seite noch hin, was allerdings nicht möglich war.

Wir schauen uns „Badwater Basin“ an, den tiefsten Punkt der USA. Interessant hier sind die Strukturen, die durch Salzkristalle entstehen. Von „Dantes View“ soll man dies besonders gut sehen können. Hier werden regelmäßig Temperaturen von über 50° gemessen. Bei uns ist es allerdings nicht heißer als im Joshua Tree, wo wir 112° Fahrenheit hatten. Hier erreicht das Thermometer „nur“ 105°. 😉

Wir fahren am „Devil´s Golf Course“ vorbei, dessen spitze Salzstrukuren die Besucher auf die Idee gebracht haben, es müsse der Golfplatz des Teufels sein. 😀

Außerdem fahren wir durch die „Artist´s Palette“, welche an den Hängen der Black Mountains liegt. Wie der Name verrät, gibt es hier vielfarbige Steinformationen. Die entstehen durch Oxidation verschiedener Metalle, die in dem Gestein vorkommen. Sehr schön!

Die „Barker Ranch“ wurde bekannt dadurch, dass hier das letzte Versteck von Charles Manson war. Sie steht heute leer.

Wir stoppen auch an den „Mesquite Sand Dunes“, welche 4 km² groß sind. Hier wurden schon viele Filme gedreht (Star Wars). Der Sand ist bis zu 50 m hoch.

Wir fahren auch an einem Campground vorbei, aber da es erst mittags ist und es doch recht heiß ist, beschließen wir, unsere Route weiter zu fahren und uns Richtung Sequoia aufzumachen. Es war uns von Anfang an klar, dass wir hier nur durchfahren möchten, da wir lieber Zeit im Wald verbringen wollen. Diese Meinung hat sich auch nicht geändert. Man kann hier allerdings noch einige andere Dinge sehen und wer von Las Vegas einen Ausflug hier her macht, hat mehr Zeit zur Verfügung.

Als wir weiter fahren sehen wir schon von weitem viel Sand in der Luft. Als wir näher kommen, sehen wir einen total verwirrten kleinen Kojoten auf der Straße zwischen den Autos rum rennen. Ich hoffe er wird nicht überfahren! Als wir den Berg runter kommen und Sicht auf das Tal haben, sehen wir einen riesigen Sandsturm, der kilometerlang und genau mitten im Tal ist. Genau dadurch müssen wir fahren. Wir sind erst etwas verunsichert und wissen nicht genau, ob man dadurch fahren kann, aber als uns zahlreiche voll gesandete Autos entgegen kommen, wagen wir es und fahren hinein.

 

Die Sicht reicht keine 2 m und es ist schlimmer als jeder Nebel durch den ich je gefahren bin. Jochen muss fast anhalten, da man die Straße nicht mehr sehen kann. Es ist eine ganz merkwürdige Atmosphäre. Fast ein wenig unheimlich. Die Strecke wirkt unendlich lang. Aber endlich erreichen wir das Ende und sind sehr froh darum. Eine dicke Sandschicht befindet sich in jeder Ritze des Autos. Davon werden wir noch einige Tage was haben!

Wir können den Sandsturm noch lange Zeit im Rückspiegel beobachten, bis wir raus aus dem National Park sind und eine weitere Bergkette überwunden haben.

Was wir hier festgestellt haben: So heiß ist es ja gar nicht. Dafür sandig! 😉

 

Fakten zu Death Valley:

Der National Park „Death Valley“ befindet sich in den Bundesstaaten Kaliforniens und zu einem kleineren Teil Nevadas. Er liegt in der Mojave-Wüste und ist der trockenste National Park der USA. Gegründet wurde er 1994 und hat eine Gesamtfläche von knapp 14.000 km².

Der tiefste Punkt befindet sich fast 86 m unter dem Wasserspiegel und der höchste Punkt liegt auf 3366 m. In dem Park befinden sich zwei Haupttäler, das Death Valley und das Panamint Valley. Beide sind schon Millionen Jahre alt.

Das Death Valley gilt als eines der trockensten Gebieten der Erde und die höchst gemessene Temperatur beträgt 56,7° C. 2012 wurde hier die heißeste Nacht gemessen. Diese betrug 41,7°C!

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