USA | Bryce Canyon

Bryce oder: Das wird ja immer besser 🙂

Bryce Canyon

Der Bryce NP liegt nördlich vom Grand Canyon und auf dem Weg dorthin durchfahren wir schon eine ganz andere Landschaft, obwohl es so dicht beieinander liegt. Wir kommen auch am nördlichen Teil des Grand Canyon vorbei. Eine faszinierende Berglandschaft, die sich immer wieder etwas ändert.

Zwischendurch halten wir bei Walmart und decken uns (im wahrsten Sinne des Wortes) mit richtig dicken Schlafsäcken ein. Juhu, jetzt können die kalten Nächte kommen. :p

Es gibt reichlich Zeltplätze schon vor dem Eingang, aber wir versuchen unser Glück im Park. Es gibt den North- Campground, wo es Duschen gibt, und den Sunset- Campground. Im Internet habe ich gelesen, das am Sunset mehr Bäume stehen und der North schneller voll sei. Also fahren wir direkt den Sunset an, was sich als richtige Entscheidung erweist. Auch hier gibt es nur noch wenige freie Plätze, aber wir haben Glück und finden einen schönen. Leider sind nur die nächstgelegenen Toiletten kaputt, so das wir immer ziemlich weit gehen müssen.

Nach der langen Fahrt sind wir beide nicht mehr motiviert und außer Zelt aufbauen und grillen machen wir nicht mehr viel. Überall rennen kleine freche Chipmunks herum (Erdhörnchen?) und versuchen was zu Essen zu klauen.

Mit den neuen, dicken Schlafsäcken schlafen wir wie die Könige, beide tief und erholsam. Ich kann euch nur raten ordentliche Schlafsäcke mitzunehmen. Zumindest wenn ihr im Juni fahrt. Wir werden sogar erst wach, als schon die Sonne scheint.

Vom Sunset Campground kann man zu Fuß zum Sunset-Point gehen. Dort starten einige Trails. Am ersten Tag gehen wir also zu Fuß dorthin, wo wir von der Schönheit der sogenannten Hodoos fast erschlagen werden. Es ist noch toller als am Grand Canyon. Die Farben sind viel intensiver und da alles enger beieinander steht sind die Entfernungen nicht so groß. Wir gehen Richtung Sunrise-Point, welcher eine Meile entfernt ist und man am wunderbaren Rand des Canyon entlang gehen kann.

Dort beginnen wieder einige Trails nach unten in das Tal. Wir gehen natürlich runter und es verschlägt uns immer wieder den Atem. Wir sind froh zeitig los gegangen zu sein, denn es wird immer heißer und voller. Am Ende des Tals wartet ein ziemlich steiler Weg nach oben, der aber zum Glück im Schatten liegt. Mittlerweile kommen uns immer mehr Menschen entgegen. Als wir oben ankommen sind wir froh uns auf den Zeltplatz in die Hängematten verziehen zu können.

Nachmittags checken wir den Supermarkt und die Duschen in der Nähe des North Campgrounds ab. Hier gibt es eigentlich nichts für Veganer, so das man sich unbedingt seinen Kram mitbringen sollte. Allerdings finde ich eine ganz kleine Auswahl Obst und Gemüse.

Am nächsten morgen fahren wir erst mal zu den Duschen und waschen etwas Wäsche. Danach machen wir uns mit dem Auto auf zum dem Scenic Drive, der ca. 30 km lang ist und zu 13 Aussichtspunkten führt. Es gibt bei jedem Punkt mindestens eine kleine Parkbucht, außerdem starten verschiedene Trails. Es gibt für jeden NP einen Guide, den man sich runterladen kann, oder in Papierform am jeweiligen Visitor Center erhält. Dort stehen alle Trails drin, außerdem nützliche Tipps und Hinweise. Hätten wir das genauer studiert hätten wir auch eher erfahren welche wegen Baumarbeiten geschlossen sind und nicht erst als wir vor der geschlossenen Schranke stehen.. :p Aber es gibt genug zu tun.

Bryce Canyon
Einer der Aussichtspunkte beim Scenic Drive

Abends gehen wir wieder zum Sunset Point, denn der Sonnenuntergang soll toll sein. Außerdem soll man hier super Sterne beobachten können.

Am Sims wird es immer voller und kälter, denn wir sind viel zu früh los gegangen. In Erwartung eines Farbenrausches verharren wir und die Zeit dehnt sich wie Kaugummi. Nichts passiert. Außer das die Körperteile immer kälter und steif werden. Hmm..langweilig!

Bryce Canyon
Mehr Farbenrausch ging nicht :p

Die Sonne geht ohne Show unter und wir gehen etwas enttäuscht zum Platz zurück.

Nachdem wir uns aufgewärmt haben und Tee gemacht haben und eigentlich ins Bett wollen, fallen uns aber die Sterne auf und wir machen uns bewaffnet mit Jacken, Mützen und Decken zurück zum Sims um uns dort auf eine Bank zu legen und den unglaublichen Sternenhimmel zu beobachten. Unfassbar!

Wir bleiben insgesamt drei Nächte, aber es hätten auch viel mehr sein können!

Fakten zum Bryce Canyon:

Der Bryce Canyon befindet sich im US-Bundesstaat Utah und befindet sich zwischen 2400- 2700 m Höhe auf dem Colorado-Plateau, deutlich höher als die Nachbar-NP´s Zion und Grand Canyon. Der Canyon wurde zum Schutz der Felsformationen, den sogenannten „Hodoos“, zum Nationalpark erklärt. Er wurde nicht durch einen Fluss geformt, sondern durch Wind, Wasser und Eis. Es sind dadurch skurrile Felsformationen entstanden (Hodoos), die bis zu 60 m hoch werden können. Der Begriff „Canyon“ ist daher falsch. Der Bryce entstand vermutlich 200 Millionen Jahre später als der Grand Canyon und 100 Millionen Jahre später als der Zion, welcher 80 km entfernt liegt. Diese drei Gebiete gehören zu einer „Grand Staircase“- hier lassen sich 200 Millionen Jahre Erdgeschichte studieren.

Vor etwa 16 Millionen Jahren hob sich das Plateau um nahezu 1000 Meter. Vor dieser Zeit befand sich das Gebiet fast auf Meeresspiegelhöhe. Das gesamte Plateau nennt man Colorado Plateau. Es zerbrach in zahlreiche kleinere Plateaus. Eines davon ist das Paunsaugunt Plateau, auf dem sich der Bryce befindet.

Als der amerikanische Kontinent weiter Richtung Norden driftete, veränderte sich das Klima auf dem Plateau, es wurde bedeutend kühler und auch die Niederschläge nahmen zu. Häufige Niederschläge und Erosion formten die Felsen.

Es gibt 10.000 Jahre alte archäologische Funde.

Die Luft hier ist so klar, das man anstelle der normalen 2000 Sterne über 7000 sehen kann, wenn der Himmel klar ist!!

Im Bryce gibt es Braunbären und Pumas, allerdings sind die Berglöwen scheue Tiere. Bären- Sichtungen gibt es eher, aber auch selten. Wir haben weder noch gesehen.

Wer mehr erfahren möchte, hier ist der Link zur offiziellen Website.

https://www.nps.gov/brca/index.htm

Quelle: Wikipedia

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