USA | Grand Canyon

Grand Canyon oder: Welcome to the Grääähnd Cänyon!

Die Strecke zum Grand Canyon ist ziemlich lang und eigentlich hatten wir uns überlegt einen Zwischenstopp einzulegen. Aber als wir dort ankommen ist es noch mittags und wir beschließen einfach weiter zu fahren.

Laut Internet-Recherche soll es zwischen Juni und Oktober besser sein die Campgrounds zu reservieren, aber als wir das in Kolumbien versucht hatten, war das alles etwas schwierig, außerdem wollten wir uns auch den Roadtrip so weit wie möglich frei von festen Buchungen lassen, damit wir so ungebunden wie möglich bleiben. Wir dachten uns, wir lassen das Glück entscheiden.. 😉

Auf dem letzten Stück sind wir im Empfangsbereich des NP´s-Radios (dem einzigen den man noch empfangen kann) und jedes zweite Wort ist „Grääääähnd Cääänyon“, das ist ziemlich lustig 😀 Es wird dort Werbung für Motels und alles andere gemacht.

Wir kommen am frühen Nachmittag an. Jochen hat im Internet einen Zeltplatz rausgesucht, der am Besten bewertet war. Das ist Tent X ca. 4 Meilen vor dem Eingang zum NP. Die Wahl nach besten Bewertungen zu entscheiden stellt sich wieder als erfolgreich heraus. Dieser Platz ist einfach nur wunderbar! Er befindet sich quasi mitten im Wald, durch den mehrere Loops führen. Wir fahren erst Mal durch, um festzustellen, das es nur zwei freie Plätze gibt, obwohl es so leer ausschaut (Hinweis geben die Register-Cards, die man aufhängen muss). Hui, nochmal Glück gehabt. Kurze Zeit nach uns fahren etliche Wagen durch, die leer ausgehen.

Wer also sicher gehen will, sollte zwischen Juni und Oktober am besten reservieren. Im Internet gibt es dazu eine Seite. Bei Gelegenheit werde ich den Link nachreichen. 😉 Der Zeltplatz kostet pro Nacht nur 10$, es gibt nur Plumpsklos, keine Duschen, aber Trinkwasser. Davon sollte man sich allerdings nicht abschrecken lassen, denn es ist wirklich atemberaubend hier.

Wir bauen erst mal unser Zelt auf richten uns ein und hängen die Hängematten auf. Dafür gibt es hier nämlich genügend Möglichkeiten. Es ist sonnig und warm—herrlich. Um uns herum toben Eichhörnchen und freche, riesige Raben versuchen an menschenleeren Zeltplätzen an Essen heran zu kommen. Sie picken mit ihren Schnäbeln Löcher in Wasserkanister und ja auch in Pflanzendrinks, welche unter dem Tisch stehen. Wie überall zu lesen ist, soll man alle Lebensmittel in Boxen oder im Auto verstauen. Selbst die Eichhörnchen machen sich am Nachbartisch über das Essen her.

Auf dem Zeltplatz laufen auch Hirsche und Rehe rum. Also immer schön langsam fahren! 🙂

Als es dunkel wird, kommt die Kühle. Um uns herum zünden alle Feuerchen an und ich gucke neidisch rüber. Wir verziehen uns zeitig im Zelt und es wird immer kälter und kälter. Wir schlafen beide ziemlich schlecht, weil wir so sehr frieren. Puh!

Dadurch stehen wir auch vor dem Sonnenuntergang auf und versuchen uns mit heißem Tee zu wärmen. Als endlich die Sonne ihre ersten zarten Fühler ausstreckt recken wir unsere Gesichter um uns zu wärmen. Schnell schnell in den Grand Canyon!

Wir fahren mit dem Auto, da wir noch etwas einkaufen wollen, aber man kann auch einen kostenlosen Shuttle nutzen.

Als wir am Canyon ankommen, verschlägt es uns den Atem! WOW! So unglaublich, unbeschreiblich, wahnsinnig—ich weiß nicht was ich sagen soll! Ich bin völlig vernarrt in dieses wunderbare Land. Hier gibt es so eine tolle Natur, Landschaften, Berge, Schluchten—ich kann mich nicht satt sehen.

Wir gehen den South-RIM-Trail, der an der Kante entlang führt. Man kann auch mit einem Shuttlebus fahren, der einen an bestimmten Punkten rauslässt und man kann wieder in den nächsten steigen, aber wir wollen ja gehen, dafür sind wir hier.

Es gibt verschiedene Trails die man noch gehen kann. Erwähnenswert wäre da der Weg runter zum Colorado River, der ist sehr anstrengend und man muss unten schlafen. Es gibt die Variante auch mit halber Strecke, wo man wieder hoch geht, aber die Sonne knallt unerbittlich und es ist so heiß, das wir beide keine Lust verspüren direkt mit einem harten Trail anzufangen.

Die letzten beiden Stationen des Rim-Trails fahren wir auch mit dem Bus, denn nach 8 km in der prallen Sonne, fangen wir an müde zu werden. Die einzelnen Aussichtspunkte sind fantastisch und ich zücke häufig die Kamera.

Wir kommen am frühen Nachmittag an unserem Auto an und machen in dem NP-Supermarkt unsere Einkäufe. Ein dicker Schlafsack kostet hier 200$, das lassen wir also lieber.. 😉 Dafür nehmen wir Feuerholz mit und Grillgut. Der Laden ist nicht schlecht sortiert. Es gibt vegane Pflanzendrinks, Tofu- und Seitanzeugs. Alles etwas teurer, aber durchaus ok.

Am Zeltplatz angekommen erholen wir uns erst mal und ruhen unsere Knochen aus. Abends zünden wir das Feuerholz an und grillen lecker. Das Holz aus den National Parks darf man übrigens nicht als Feuerholz nehmen.

Grand Canyon

Durch die Bäume auf den unglaublichen Sternenhimmel zu schauen ist wie in einem Film. Mega!

Gut vorbereitet, mit mehr Jacken und dem Seideninlet wird die Nacht auch etwas besser, aber trotzdem mega kalt. Morgen werden wir irgendwo wärmere Decken kaufen. Das macht so keinen Spaß!

Wir werden wieder sehr früh wach, packen alles ein und fahren nochmal in den Park rein, wo man auf dem Campingplatz für 2$ duschen kann. Yeah—geil! 🙂

Und schon geht es weiter zum Bryce Nationalpark!

Fakten zum Grand Canyon:

Der Grand Canyon befindet sich im US Staat Arizona und erstreckt sich über 450 km. Er ist zwischen 6 und 30 km breit und bis zu 1800 m tief. Seinen Namen verdankt er dem Colorado River, der auch für den Grand Canyon verantwortlich ist, denn er hat sich während jahrmillionen in das Gestein gefressen. Der Colorado River hieß früher Grand River. Der Grand Canyon gehört zu den Naturwundern und wird jedes Jahr von über 5 Millionen Menschen besucht. Er wird in drei Teile unterteilt: Der Süden, auch South Rim genannt, wo die meisten Besucher hinfahren, welcher höher, auf ca. 2000 m, als der kühlere North Rim liegt. Hier ist es dafür etwas ruhiger. Dann gibt es noch den inneren Teil der Schlucht. Vor bereits über 3000 Jahren lebten Indianer in diesem Bereich.

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