Mexiko | Tulum

Tulum oder: Von Hunden die auf Dächern auf Hähne starren!

Das Bus-Ticket von Valladoid kaufen wir wieder über die praktische ADO-App und sparen damit fast den Preis eines Tickets. Unser Bus fährt um 9:30 Uhr und ist kurz vor 11 Uhr da. Die Fahrt ist super angenehm.

Am Terminal werden wir von unseren nächsten Hosts abgeholt. Wir haben wieder mal über Airbnb gebucht und das war wieder ein totaler Glücksgriff. Eduardo wohnt mit seiner Familie unten im Haus und wir haben die komplette erste Etage, in der sich ein riesiges Schlafzimmer, mit Sofa und Hängematte, ein kleines Bad, eine riesige Terrasse und eine große, komplett neue Küche befindet. Wir sind Feuer und Flamme und verlängern sofort um vier Nächte, so das wir insgesamt acht Nächte hier verbringen werden.

In dieser „Wohnung“ könnte man sehr gut leben und wir wünschten uns beide diese super tolle Küche für zu Hause. Ein Träumchen.. 😀

Tulum
Die super Küche in Tulum

Die Wohnung befindet sich in der Stadt von Tulum. Es gibt auch Möglichkeiten am Strand von Tulum zu schlafen, allerdings gibt es dort nur Hotels, Bars und Restaurants. Das wahre Tulum ist etwas entfernt vom Strand, dort leben die Einheimischen, es gibt zwei große Supermärkte, zahlreiche Geschäfte und alles was man so benötigt. Wir machen uns erst Mal zu Fuß auf den Weg zum Supermarkt, wo wir uns mit allem möglichen eindecken. Der Weg dorthin ist unglaublich heiß. Die Sonne brennt!

Unsere Hosts sind super nett, freundlich und haben einen super süßen kleinen Sohn. Eduardo macht mit uns eine kleine Radtour und zeigt uns seine Empfehlungen für Obst und Gemüse, wo es frische Kokosnüsse gibt (handelt mit dem Verkäufer direkt den einheimischen Preis für uns aus), wo man Sport machen kann und wo der Colectivo zum Strand abfährt (den wir allerdings kein Mal nutzen werden).

Wir leihen uns fast jeden Tag Räder, mit denen wir uns in Tulum fortbewegen. Das ist total super. Zum Strand fährt man ca. 20 Minuten, was wir natürlich gleich am nächsten Tag machen. Rechter Hand geht es eigentlich nur zu Hotels und Bars und wir fahren ewig die Straße entlang. Es gibt keinen einzigen öffentlichen Strandabschnitt. Alles in Hotel-Besitz.

Wie der Zufall so will kann man aber bei einem Hotel durchgehen, um an den Strand zu gelangen und das genau dort, wo es das „Raw Love“ Café gibt. So ein Zufall. 🙂 Dort gibt es veganes, rohes Essen. Z.B. Eis, Kuchen, Zoodles, Müsli und all so Sachen. Ein richtig hübsches Café.

Auf dem Weg zurück entdecke ich das „Vegan Cuisine“ Restaurant, wo es Suppen, Salate, Tacos und ein paar mehr mexikanische Gerichte gibt. Super Angebot!

Und es gibt natürlich „Charly´s Tacos“, ein veganer Foodtruck, auf dem Weg zum Strand. Ich esse dort zwei Mal Tacos und finde die richtig super. Es gibt sechs verschiedene Beläge. Entweder man bestellt sie einzeln für 45 Pesos oder man nimmt eine Bowl mit fünf Tacos für 155 Pesos. Dort gibt es auch noch Salate, Desserts und verschiedene andere Dinge, die ich leider nicht alle probieren konnte. Aber wer am Strand von Tulum übernachtet hat diese drei Optionen (und vielleicht sogar noch ein paar mehr!)

Wenn man linker Hand zum Strand fährt, kommt man zu den Ruinen von Tulum, eine kleine Maya-Stätte, direkt am Meer.

Außerdem gibt es auf dieser Seite auch einen öffentlichen Strand-Abschnitt, der auch ganz wunderbar ist. So ein glasklares Wasser habe ich noch nie gesehen. Es ist so wunderschön hier. Ich flippe fast aus. 😀 Wir verbringen die meiste Zeit hier. Allerdings meistens erst ab mittags, denn erstens ist es so unglaublich heiß, dass man sich trotz hohem LSF schnell einen Sonnenbrand holt und zweitens ist unser Stay so super gemütlich, das wir auch dort gerne unsere Zeit verbringen.

Wer früh genug an den Strand kommt, findet aber unter den Büschen, die den Sand säumen ein schattiges Plätzchen. Sehr zu empfehlen, wenn man noch nicht besonders vorgebräunt ist! Ich sag Euch, wir sehen zahlreiche verbrannte Weißbrote! 😉

In Tulum selber gibt es auch einiges an veganen Optionen. Da ist z.B. eine Pizzeria, die eine vegane Pizza anbietet, in der Nähe der Kreuzung zum Strand, dort ist auch das „El Vegetaariano“oder ein vegan-vegetarisches Restaurant „La hoja Verde“, direkt an der Hauptstraße. Tofu oder irgendwelche Ersatzprodukte finden wir nicht in Tulum, außer Sojadrink, was mir aber genügt.

Wir nutzen die Küche ziemlich häufig und da wir einen Mixer haben und ein Eisfach, gibt es reichlich veganes Eis, das ich zubereite. Yeah, bei der Hitze ist das mega! Wir machen uns ziemlich häufig Tacos und Burritos und ich erfinde ein neues Rezept und zwar eine Cashewfreie vegane Keese-Soße. Meine veganen Leser kennen sicherlich die Variante mit Cashews. Da wir aber keine gefunden haben, nehme ich Kichererbsen dafür und das Ergebnis ist die beste Keese-Soße, die ich bisher gemacht habe. Wer daran interessiert ist, findet das Rezept hier.

An einem anderen Tag fahren wir vormittags mit dem Rad zu der „Grande Cenote“, die sich ca. 4 km außerhalb Tulums befindet. WOW!!

In meinem letzten Artikel habe ich bereits von Cenotes berichtet. Ich kann gar nicht beschreiben wie toll diese Cenote ist, ihr müsst sie euch unbedingt anschauen! Die Cenote ist z.T. noch unter der Erde und der Blick von innen nach außen ist so unbeschreiblich, wie in einem blauen Wunderland, das ist wirklich nicht in Worte zu fassen. Kleine Vögel nisten in den Kalksteinwänden, sie schauen mit ihren Köpfchen aus ihren Nestern heraus oder fliegen zusammen mit zahlreichen Fledermäusen über die Köpfe hinweg. Im ganz weichen und absolut klarem Wasser tummeln sich Schildkröten, Fische und Kaulquappen. Unser Vorteil ist die sehr zeitige Anreise, so das kaum Besucher da sind. Je später man kommt um so voller und weniger schön wird es sein. Man kann dort auch tauchen, was ich unbedingt irgendwann mal machen mag! Am Besten Schnorchel-Ausrüstung mitbringen!! Und eine Unterwasser-Kamera. Die haben wir leider nicht, so das ich Euch diesen unglaublichen Blick innen drin nicht zeigen kann. Schade!

Es gibt noch zahlreiche andere Cenotes, die man besichtigen kann.

Die acht Nächte vergehen wie im Fluge und schon wieder ist es Zeit, die Rucksäcke zu packen und auf Wiedersehen zu sagen. Tulum hat uns super gut gefallen, es war mit die schönste Zeit in Mexiko.

Worauf wir uns freuen: eines Tages wiederzukommen. Wir haben Eduardos Familie in guter Erinnerung. 🙂

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