Mexiko | Valladolid | Chichén Itzá

Valladolid oder: Auf den Spuren der Maya!

Von Holbox aus gibt es eine Direktverbindung nach Valladolid, aber die geht bereits um 5:00 Uhr morgens los. Wir entscheiden uns dafür etwas später zu fahren und dann in Tizimin umzusteigen.

Wen treffen wir dann in Valladolid? Geli und Tobi. 😀 So klein ist die Welt. 😉
Die Beiden empfehlen uns die ADO-App, was ich an dieser Stelle an Euch weitergeben mag, denn dort gibt es bis zu 50% Rabatt wenn man frühzeitig bucht und man kann darüber fast alle Verbindungen heraus finden. Die ist echt richtig super. Nochmal Danke euch. :*

Valladolid wurde 1543 an einer Lagune gegründet und nach der Stadt in Spanien benannt. Die spanischen Siedler jedoch beschwerten sich über die Luftfeuchtigkeit und die Moskito-Plage und forderten über eine Petition die Verlegung ins Landesinnere. Dieser Forderung wurde zwei Jahre später beigegeben und der Ort wurde am heutigen Standpunkt errichtet. Dafür wurden Siedlungen der Maya niedergerissen und mit deren Steinen neue Gebäude zu errichten.

Heute leben knapp 50.000 Einwohner in Valladolid.

Von Valladolid aus kann man sich verschiedene Cenotes anschauen. Cenotes entstehen wenn die Decken von Kalksteinhöhlen einstürzen. Sie füllen sich daraufhin mit Süßwasser. Der Begriff stammt von den Maya. Über 1000 Stück gibt es alleine im Bundesstaat Quintana Roo, weniger in Yucatan und im benachbarten Belize. Sie können 15-100 m tief sein.

Die Maya dachten Cenotes seien Eingänge in die Unterwelt und nutzten sie als Opferstätten.

Ich finde das Thema äußerst interessant und möchte gerne auf den Wikipedia-Eintrag aufmerksam machen.

In Valladolid gibt es das Kunst-Museum Casa de los Venados, mit einer beachtlichen Sammlung mexikanischer Kunst. Dabei ist allerdings zu beachten, dass man die Besichtigung morgens um 10:00 Uhr anfragen muss. Das haben wir leider zu spät gesehen, so dass wir es uns leider nicht anschauen konnten.

Interessant finden wir das Convent de San Bernardino de Siena, ein altes Kloster, das man besichtigen kann.

Ganz in der Nähe ist das „Yerbabuena del Sisal Restaurante“, wo wir zwei Mal essen gehen. Hier gibt es vegane und vegetarische Gerichte, und man kann in einem wunderschönen Garten sitzen und Vögel beobachten. Sehr zu empfehlen!! 🙂

Im Stadtzentrum gibt es einen Park, in dem man schön im Schatten sitzen und ein Eis futtern kann. An einer Ecke des Parks befindet sich nämlich eine Eis-Manufaktur, wo es Wassereis am Stil gibt. Wir essen Kokos und Maracuja-Chili, welche beide sehr lecker sind.

Am Plaza ist auch noch eine Kirche zu besichtigen.

Es gibt noch ein weiteres Restaurant, das veganes Essen anbietet, aber das hatte am ersten Tag geschlossen und am zweiten wollten wir lieber nochmal in das mit dem schönen Garten. Dort ist es auch einfach super lecker.

Dank Geli und Tobi erfahren wir, das es schon morgens um 8.15 Uhr eine Bus-Verbindung nach Chichén Itzá gibt, diese wird nämlich weder über die App noch am Bus-Terminal angezeigt. Wir kaufen uns ein Ticket für den kommenden Morgen.

Da es viele Touren von Cancun oder auch Tulum gibt, wird es in Chichén Itzá ab spätestens 11 Uhr sehr voll, daher lohnt es sich unbedingt zeitig aufzustehen um dorthin zu fahren. Der Bus fährt ca. 30-40 Minuten.

Chichén Itzá stammt aus der späten Maya-Zeit und ist eines der bedeutendsten Ruinen der Halbinsel Yucatans und wurde 1988 zu einem Weltkulturerbe erklärt. Der Name führt auf die Cenote zurück, die sich auf dem Gelände befindet.

Im Mittelpunkt von Chichén Itzá steht die Pyramide der Kukulcán. Die Pyramide ist 30 m hoch, hat eine Grundkantenlänge von 55 m und erhebt sich in neun Pyramidenstufen. Die Treppen umfassen 365 Stufen. Im Inneren der Pyramide befindet sich ein älteres, deutlich niedrigeres Bauwerk mit ähnlichem Grundriss. Man kann die Pyramide allerdings weder beklettern noch hinein gehen. Das ist sehr schade, aber auch verständlich.

Bemerkenswert ist das „Schauspiel der gefiederten Schlange“, welches alljährlich zur Tag- und Nachtgleiche (20./21. März und 22./23. September) auf der Nordseite des Bauwerks zu bestaunen ist: Der Schatten der gestuften und leicht abgeschrägten Pyramidenkanten fällt dabei auf die Seitenwange einer der Treppen; dabei entsteht der Eindruck als würde sich dort eine Schlange hinunterwinden. [Quelle: Wikipedia]

Aber es gibt noch vieles anderes zu bestaunen in der Ruinenstadt.

Man wandelt in der Vergangenheit und fragt sich immer mal wieder, wie es wohl war, als Maya gelebt zu haben.

An dieser Stelle möchte ich auch gerne den Film Apocalypto von Mel Gibson empfehlen, welcher genau dort spielt und komplett auf Mayathan gesprochen wird. Der Film ist allerdings brutal und bildgewaltig.

Was wir gesehen haben: Echsen, die kopfüber im Baum hängen, um an Früchte zu kommen 😀

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