Kolumbien | Guachaca | Parque Nacional Natural Tayrona

Guachaca oder: Welcome to the wild Colombia

Wir nehmen einen Bus nach Santa Marta, der knappe vier Std. braucht. Der Bus ist von „Berlinastur“ und wirklich sehr empfehlenswert. Leider lassen wir hier das erste Mal während unserer Reise etwas liegen (einen Fleece-Pullover von Jochen, einen Büggel von mir, in dem Essen war, sowie zwei Karabiner, die wir am meisten vermissen), was uns allerdings erst Stunden später auffällt.

In Santa Marta nehmen wir dann einen Lokalbus, der Richtung Palomino fährt und auf halber Strecke, mitten im Nichts, befindet sich unser neues Guesthouse, welches ich wieder mal bei Booking gefunden habe und welches sich als Glücksgriff heraus stellt.

Wir haben für fünf Nächte gebucht verlängern aber immer wieder. Am Ende sind wir 15 Nächte hier. Die Lage ist einfach nur hervorragend. Zum einen liegt das Grundstück total ruhig, mitten in einer wunderbaren Natur. Man geht nur ca. 20 Minuten zum wilden karibischen Meer und befindet sich an einem total verlassenen Strand mit hunderten von Palmen, die Schatten spenden und unter denen man den Tag verbringen kann. Das Meer ist hier ungezähmt und wild. Starke Strömungen und hohe Wellen machen das Schwimmen hier unmöglich. Aber zum Erfrischen reicht es.

Nach Palomino fährt man ca. 20-30 Minuten, je nach Art des Busses. Hier ist ein richtiges Backpacker-Dorf. Der Strand ist gesäumt von Hosteln und Hotels und das Wasser an einer Stelle überwacht, so das man dort schwimmen gehen kann. Die Wellen sind etwas flacher, allerdings ist das karibische Meer doch wilder als auf den Inseln. Die meisten Strand-Abschnitte haben eine rote Flagge und man sollte sich doch an das Schwimm-Verbot halten.

Man kann sich hier LKW-Reifen ausleihen und sich mit einem Moto-Taxi den Berg hoch fahren lassen. Dort geht es dann mit dem Ring ins Wasser und man schippert den Fluss runter.

In unserem Guesthouse fühlen wir uns super wohl. Es gibt hier nur fünf Räume zu mieten, aber das Grundstück ist riesengroß. Ein großer Garten und umliegendes Land. Es ist landschaftlich atemberaubend und wir sind total froh hier zu sein. Es gibt eine Gemeinschaftsküche und wir kochen jeden Tag unser eigenes Essen. Pasta, Kochbananen, Yuccastampf, Salsa, Guacamole, Maisfladen, Pfannkuchen, Müsli.

Zwei km entfernt befindet sich das kleine Dorf, wo wir uns mit Obst, Gemüse und dem nötigsten eindecken können.

An einem Tag fahren wir nochmal nach Santa Marta, um Geld abzuheben, im großen Supermarkt einzukaufen (Nussmilchpulver ftw!) und bei Berlinastur nach unseren vergessenen Sachen zu fragen – welche leider nicht aufgetaucht sind—das hatten wir befürchtet.

Was wir heraus gefunden haben: Hier gibt es drei Meter lange Haie, die Menschen anfallen. O_o

Parque Nacional Natural Tayrona oder: heiß und wellig

Zum Tayrona Nationalpark ist es auch nicht weit. Eine Bus-Fahrt von vielleicht 15 Minuten von unserem Aufenthaltsort.

Es ist einer der beliebtesten Nationalparks Kolumbiens. Aus gutem Grund!

Er erstreckt sich von der Bahia de Taganga bis zum Rio Piedras, welcher 35 km östlich mündet.

Es gibt wilde Strände und Regenwald auf 900m Höhe. Im Park leben mindestens 56 vom Aussterben bedrohte Tiere. Diese sieht man aber kaum.

Dieser Landstrich war Heimat der Tairona, die auch einige Ruinen hinterlassen haben, welche man z.T. besichtigen kann. Dafür sollte man allerdings etwas mehr Zeit einplanen.

Besonders anziehend sind aber die Strände. Es gibt mehrere, die alle hintereinander liegen. An fast allen ist aber so eine starke Strömung, dass man nicht schwimmen darf und es hängen auch hier rote Fahnen am Strand. Man sollte auch nicht zu waghalsig sein. Es sind schon über 100 Menschen dort ertrunken. Aber es gibt ein paar Abschnitte, wo man ins Wasser kann. 🙂

Am Eingang muss man sich ein Video anschauen und bekommt dafür eine Marke, mit der man dann das Ticket bekommt. Der Eintritt kostet 43.000 Pesos und dieser gilt nur für einen Tag. D.h. Wenn man dort zelten mag und an einem anderen Tag nochmal einkaufen will, muss man den wieder bezahlen.

Hinter den Kassen gibt es ein Sammeltaxi und das fährt einen für 3000 p.P. zum Eingang. Ich finde das lohnt sich auch, denn die Strecke zieht sich ziemlich in die Länge.

Dann geht es zu Fuß bis zum ersten Strand, durch eine wunderbare Natur. Es ist wunderschön! Man kann sich auch ein Pferd leihen und damit über eine andere Strecke zu den Stränden reiten.

An den Stränden selber gibt es Zeltplätze und überdachte Hängematten-Räume.

Man kann auch Zimmer buchen, aber die sind schweineteuer, um die 60€ p.P.

Es ist einfach wunderbar hier und man sollte es sich unbedingt anschauen! 🙂

Advertisements

2 Kommentare

  1. hey Jasmin,
    tolle Fotos und echt informativer Post zu Kolumbien! Ich ärgere mich total, dass ich Kolumbien bei meiner Reise durch Zentralamerika ausgelassen habe…das wird aber bald nachgeholt! 🙂 ihr müsst unbedingt auch in Guatemala vorbei, so ein schönes Land hab ich sonst noch nie gesehen! 🙂
    Liebe Grüße
    Selina

    P.S.: schau doch mal bei mir vorbei, wenn du ein paar Eindrücke von Mittelamerika bekommen willst 🙂 (www.goldenertzikin.wordpress.com)

    Gefällt 1 Person

    • Hey Selina, danke für die Blumen 🙂
      Ja, Kolumbien ist ganz wunderbar. Wir sind total begeistert. Sind nun schon fünf Wochen hier und es folgen noch weitere drei. 😀
      Guatemala, das haben wir auch schon überlegt–allerdings fängt nun in Mittelamerika die Regenzeit und ab Juni die Hurricane-Season an, daher wissen wir nicht genau ob sich das lohnt..
      Aber schon mal Danke für den Tipp! (y)
      Ich schaue sehr gerne auf Deinem Blog vorbei! 🙂
      Ganz liebe Grüße aus Manizales,
      Jasmin

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s