Kolumbien | Cartagena

Cartagena

Cartagena befindet sich direkt unterhalb von Miami (weshalb wir ja auch da waren) und der Flug dauert nur 2,5 Std.

Als wir aus dem Flughafen gehen, werden wir von schwüler Hitze begrüßt. Wir fahren mit dem Taxi zum Hostel. Ich habe es über Booking.com gebucht. Der Mann der Managerin macht uns die Tür auf und nachdem wir eine Quittung verlangen, wird er richtig böse. Ob wir denken, er würde uns beklauen und wir sollten uns dann besser ein neues Hostel suchen. Ääähm, ok!? (Später entschuldigt er sich aber und bedankt sich für den Hinweis 😀 )

Er beruhigt sich aber wieder und zeigt uns unser Zimmer.

Wir haben einen Private Room mit eigenem Bad. Allerdings ist das Klo ohne Tür oder Vorhang und es fehlt etwas Privatspähre.^^ Die Nächte sind sehr heiß, da kein richtiger Durchzug entstehen kann. Der Fan ist im Dauer-Einsatz.

In der Lobby hängt eine Warnung vor der gefährlichen Gegend und der Mann der Managerin, sowie einige Bewertungen bei Booking.com sagen das Gleiche.

Das beunruhigt erstmal.

Wir gehen etwas um die Häuser und erkunden einen kleinen Supermarkt. Es ist uns erst mal etwas mulmig zu Mute. Alles ist fremd und die Leute hier sehen arm aus. Die Warnungen haben uns kein gutes Gefühl gegeben.

Wir kaufen ein, um das erste Mal auf unserer Reise selber zu kochen. Herrlich! 🙂

Es gibt hier tolles Obst und Gemüse. Köstlichste Avocados..wir machen uns erst mal ein richtig leckeres Guacamole.

 

Cartagena wurde 1533 von Pedro de Heredia an der Stelle der Karibensiedlung Calamari gegründet. Schnell wuchs es zu einer wohlhabenden Stadt heran. Doch schon 1552 zerstörte ein Großbrand viele der aus Holz errichteten Gebäude. Danach erlaubte die Stadtverwaltung nur noch Stein, Ziegel und Kacheln als Baumaterialien.

Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich Cartagena zum bedeutendsten spanischen Hafen an der Karibikküste und zum wichtigsten Einfallstor nach Südamerika. Die Spanier nutzten es es zudem als Zwischenlager für die im Land erbeuteten Schätze, die von hier weiter nach Spanien verschifft wurden. Dies machte die Stadt jedoch gleichzeitig zu einem begehrten Ziel von Freibeutern aller Art, die in der Karibik ihr Unwesen trieben. Allein im 16.Jh. wurde Cartagena fünfmal von Piraten belagert. […]

Als Reaktion auf die Piratenüberfälle bauten die Spanier rund um die Stadt eine Reihe von Befestigungsanlagen, die sie vor späteren Belagerungen schützen sollten, […]

Cartagena war eine der ersten Städte, die sich bereits 1810 von Spanien unabhängig erklärten und Bogóta und andere Städte veranlassten, es ihnen gleichzutun. […]

Der Wohlstand der Stadt lockte Einwanderer aus anderen Ländern an, viele Juden, Italiener, Franzosen, Türken, Libanesen und Syrer ließen sich hier nieder. Ihre Nachfahren sind heute Geschäftsleute, die in Cartagena z.B. Hotels und Restaurants führen.

Quelle: Lonely Planet Columbien

Cartagena de Indias liegt innerhalb einer 13 km langen, jahrhundertealten kolonialen Stadtmauer und ist ein Unesco-Welterbe. Kopfsteinpflastergassen, Labyrinthmäßig angeordnet, überwucherte Balkons, mit wunderschönen Blumen, imposante Kirchen mit dicken Mauern. Hier kann man durch die Altstadt bummeln und die tolle Atmosphäre genießen. Sie ist auch Cartagenas Hauptattraktion.

Cartagena
Altstadt Cartagena

Der Bau der dicken Steinmauern, die wiederholt von Freibeutern beschädigt wurden, dauerte 200 Jahre bis es vollendet war. Diese strömen ein Gefühl von Nostalgie aus, wenn man an ihnen vorbei schlendert. An einigen Stellen kann man auf sie drauf klettern und man stellt sich gleich vor, wie es wohl damals war, z.Zt. der Piraten.

Cartagena
Stadtmauern von Cartagena

In der Altstadt gibt es allerlei zu begutachten. Es gibt zahlreiche Museen, Plätze, ein Tor, weitere historische Bauwerke und Kathedralen und Kirchen.

Außerhalb der Mauern befindet sich die Arbeiterklasse-Stadt, voller Autos, laut und z.T. Chaotisch. (Hier ist auch unser Hostel).

Südlich der Altstadt ist die Halbinsel Bocagrande, Cartagenas Miami Beach. Wir stellen Parallelen fest. Hier sitzt man in trendigen Cafés und speist in schicken Restaurants.

Man kann das Castillo de San Felipe de Barajas besichtigen, welches auf einem 40m hohen Hang oberhalb der Stadt thront. Es ist die größte Festung, die von Spaniern jemals in einer ihrer Kolonien gebaut wurde. Die Festung war mit einem Tunnelsystem ausgestattet und so konstruiert, dass sie Geräusche weiterleiteten. Dadurch hörte man den Gegner lange bevor man ihn sah. Einige Tunnel sind nun für die Öffentlichkeit frei gegeben und man kann durch sie durch irren.

In den oberen Wachtürmen hat man einen tollen Rundblick.

Wir haben mal wieder Pech mit den Veggie-Läden. Voller Freude hatte ich gelesen, das es in Cartagena einen vegetarischen Inder gibt, der ein veganes Angebot hat. Als wir das Restaurant finden, ist dort geschlossen, weil der ganze Laden renoviert wird. Am Tag unserer Abreise hier soll er wieder öffnen. -.- Der Laden sieht aber sehr vielversprechend aus. :p

Wir gehen dann zu dem anderen, den es hier in der Altstadt gibt. Dort gibt es immer ein Mittagsmenü (was hier in Kolumbien üblich ist), eine Suppe, Saft und eine Hauptspeise. Das Essen ist nicht schlecht, haut uns aber auch nicht von den Socken. Wir nutzen lieber wieder die Möglichkeit, selber zu kochen. Kolumbiens Läden bieten jede Menge feiner Obst- und Gemüsesorten und wenn man in Gästehäusern wohnt, hat man meistens eine Küche zur Verfügung. Damit entgeht man auch der doch recht fettigen Küche Kolumbiens.

Tofu gibt es eher selten bis gar nicht. Dafür aber in größeren Städten Soja- und Mandeldrink, manchmal Quinoadrink. Ich habe mir hier Trocken-Mandeldrinkpulver geholt. Das rührt man dann mit Wasser an und hat einen „Mandeldrink“, für ein Müsli langt es und man kommt damit länger aus, als mit einem Tetrapak. Mittlerweile habe ich sogar Sojavürstchen gefunden.

Nach drei Nächten zieht es uns aber weiter und wir machen uns auf den Weg Richtung Guachaca.

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s