USA | Los Angeles | Florida

Los Angeles oder: Los Weedes

Und dann ist es endlich so weit. Juhu! Wir fliegen nach Amerika. Das wird mein erster Besuch in den Staaten. Den ESTA-Antrag haben wir schon letztes Jahr beantragt. Wir sind auf das Schlimmste vorbereitet und rechnen mit einer langen Einreise.
Der Flug dauert 17 Std. und beinhaltet einen Stop-over in Seoul. Wir, im besonderen ich, schlafen so gut wie gar nicht. Es ist unglaublich wenig Platz im Flieger. Wir überschreiten die Datums-Grenze – der Tag dauert schlussendlich 40 Stunden – und das dann mit knappen zwei Stunden Schlaf.

Unsere Einreise ist dann total easy. Die Schlange ist recht kurz und unser Zollbeamter fragt nur was wir machen, gibt uns den Stempel und lässt uns passieren. Super!

Aber wie kalt ist es hier bitte? Puh, bibber!!

Und dann müssen wir zu unserem Motel kommen. Der liebe Jochen hat sich aber um alles gekümmert und weiß schon, dass es einen kostenlosen Shuttle-Bus gibt, der uns zu einem anderen Bus bringt. Alles total einfach. Der folgende Bus kostet dann auch nur 1$ und bringt uns zu unserem Motel.

Los Angeles
Unser Motelzimmer in Los Angeles

Das Motel ist nach fünf Monaten Asien einfach nur super klasse, wir sind total happy. Es befindet sich in Culver, gleich hinter Venice und ist für L.A. auch relativ preisgünstig. Außerdem befindet sich nur fünf Geh-Minuten entfernt ein vegan-vegetarisches indisches Restaurant. Perfekt!
Da gehen wir auch gleich zu Abend essen. Es gibt dort eine Combination Plate, mit Brot (Chapati ist vegan), Reis, Suppe und drei verschiedenen Gerichten nach Wahl. Davon gibt es ca. 12 und davon sind mind. 5-6 vegan. Dazu ein veganes Mango-Lassie. Köstlich! Ich weiß jetzt schon, dass ich im Vegan-Himmel bin 😀

An einem Tag leihen wir uns am Strand für 16$ pro Tag ein Rad und fahren damit bis Santa Monica und die andere Richtung, bis uns der Poppes weh tut und wir keine Lust mehr haben. Es weht ein starker Wind am Strand und wir sind mit Mützen und Jacken ausgestattet – ja ok, ich :p

An Venice-Beach kann man sich aber auch den ganzen Tag beschäftigen. Nicht nur der Strand selber ist super, es gibt z.B. einen Skater-Park, wo wir mehrere Male begeistert zuschauen wie Jung und alt z.T. sehr professionell skatet. Da bekommt man Bock mit zu machen. XD

Venice Beach | L.A.
Skater-Park | Venice Beach | L.A.

Es gibt viele kleine Läden an der Promenade und man hat einiges zu gucken. In Californien ist der Marihuana Gebrauch ja nicht mehr illegal und an jeder Ecke gibt es „Green Doctors“, die einem ein Rezept für Gras verkaufen. Den Gras-Laden gibt es gleich nebenan und es weht einem immer und überall Gras-Geruch um die Nase. Da wird man schon high vom atmen. 😉 Haha.. 😀

Venice Beach | L.A.
Venice Beach | L.A.

Gleich hinter dem Strand ist auch noch ein kleines Kanal-System, durch den man schlendern kann. Hier gibt es ziemlich geschmeidige Häuser, in denen wir uns sehr gut vorstellen können zu leben. 😉

Leckeres veganes Essen gibt es u.a. im Café Gratitude, Seeds und in der Supermarkt-Kette „Whole Foods Market“, wo es jede Menge vegane Optionen gibt. Es gibt dort Fertigessen und dann gibt es im Frische-Bereich gekochtes Essen und Salate, wovon gut ein Drittel vegan ist. Man muss ein wenig schauen, es gibt verschieden sortierte Märkte. An der Westküste gibt es aber noch den „Vegan-Grill“, der u.a. im Whole Foods verkauft und sehr leckere Sachen anbietet.
Preislich ist es teurer als in Deutschland.
Ansonsten gibt es zig vegane/vegetarische Restaurants und Imbisse, einfach mal in die Happy Cow App schauen und man wird große Augen machen. In wenigen Tagen absolut nicht schaffbar.
Hier muss ich also unbedingt nochmal hin.

Einen anderen Tag machen wir uns auf den Weg zum Walk of Fame, welcher ebenfalls mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar ist. Wir kaufen uns ein Tagesticket für die Metro und den Metrobus. Alles easy 🙂
Beim Walk of Fame sind schon die Aufbauarbeiten zur Oscar-Verleihung im vollen Gange und wir sehen das Team von „Taff“ bei Dreharbeiten.
Die Oskar-Verleihung ist genau in einer Woche—schade das wir die nicht hier erleben. 😉

Walk of Fame | L.A.
Walk Of Fame | L.A.

Anschließend gehen wir noch durch den Griffith-Park, hoch zu dem Observatorium, von wo man über L.A. blicken kann. Der Aufstieg ist anstrengend, aber lohnenswert. Von dort schaut man auch auf den bekannten Hollywood-Schriftzug. Zurück geht es dann durch Downtown.

Los Angeles
Observatorium | Griffith Park | L.A.

Die Tage in L.A. rasen vorbei und schon machen wir uns auf den Weg nach Miami.

 

 

Miami oder: Welcome to MIAMI! 😉

Dieser Ohrwurm (singt das Will Smith???) „Welcome to Miami“ wird uns die nächsten Tage begleiten und irgendwer von uns beiden wird es immer wieder lauthals singen.. 😀

Der Flug dauert unglaubliche fünf Std. und wir überqueren den US-amerikanischen Kontinent. Wir fliegen mit Delta und müssen erst mal 50$ für unser Gepäck berappen.
Als wir in Miami landen, ist es schon dunkel und wir bekommen ohne Probleme unseren gebuchten Mietwagen. Das System ist lustig. Man geht in die Reihe der Mietwagen und kann sich einen aussuchen, dann fährt man raus und der Wagen wird dabei gescannt. Ganz einfach. Wir entscheiden uns für einen Chevy.

Wohin jetzt? Der Typ von der Autovermietung hat uns gesagt, wir sollen nach Florida City fahren, dort wären die Unterkünfte günstiger als hier. Also gut, auf nach Florida City, ist auch nah an den Keys, wo wir hin wollen.

Zwischendurch springen wir in diverse Supermärkte und decken uns mit ein paar Sachen ein. Hach, ist das herrlich hier.

Alles sieht aus wie ein riesiges Industriegebiet, das niemals aufhört. Erst als wir fast in Florida City ankommen, sehen wir erste Motels. Das erste ist unbesetzt und das zweite voll. Die nette Dame schaut aber in ihr System und sagt uns das nur noch das Fairway Motel Zimmer frei hat. Dort fahren wir hin.
Allerdings soll das Zimmer 109$ zzg. Tax kosten, wo wir dann locker bei 120-130$ sind. Puh das ist uns zu teuer. Der nette Mann geht aber immer weiter runter mit dem Preis, weil er sieht, dass wir zögern. Als wir ihm erklären das wir eine Langzeit-Reise machen und auf unser Geld achten müssen sagt er uns ein finales Angebot: 70$ und wir können nicht nein sagen. Bezahlen müssen wir dann 90$, da in USA immer noch Tax dazu kommt.
Das Zimmer ist seine 130$ allerdings wirklich Wert. Soooo schick! Und soo gemütlich. Wir fühlen uns pudelwohl und bedauern es, erst so spät da zu sein. Am liebsten würden wir hier bleiben, aber das lässt unsere Kasse einfach nicht zu. Das Frühstück ist auch echt super. Es gibt ein Buffet, mit Bagel, Toast, Teilchen, Cornflakes, etwas Obst, Marmeladen, Käse, Waffeln, Pancakes, etc. pp. Ich habe meine Nussmilch dabei und komme auch auf meine Kosten. 😉

Wir nutzen das Zimmer bis zur letzten Minute und bleiben bis 11 Uhr. Dann ist Check out.
Über Air.bnb habe ich Zimmer näher an Miami gebucht und dort fahren wir erst mal hin. Das Haus von Javier liegt am Stadt-Rand und unser Zimmer mit eigenem Bad ist super schön und gemütlich. Hier zahlen wir 50€ die Nacht und da kann man echt nichts sagen. Wir haben unseren eigenen Kühlschrank und eine Mikrowelle im Zimmer. Allerdings benötigt man bei der Lage einen Leihwagen. Falls wer Näheres wissen möchte, kann mich gerne anschreiben—ich suche dann seine Anzeige raus.

In Miami gibt es viele Dinge zu tun. Unsere fünf Tage reichen auf jeden Fall nicht dafür aus.

Wir waren am Miami Beach, dieser befindet sich auf einer Art vorgelagerten Insel, auf der es auch jeder Menge teurer Hotels gibt. Alles ist schick und glänzt (wie fast alles in Florida). Der Beach selber ist gigantisch lang, riesige Glas-Hochhäuser säumen ihn.
Man kann hier auch schön flanieren und bummeln. Wer das richtige Kleingeld hat wird sicher fündig. Es gibt ein Parkhaus, wo man für $ zwei Std. parken kann. Danach fährt man einfach raus und wieder rein. Trick 17!

Dann haben wir einen Tag auf den Keys zugebracht. Dafür sollte man zeitig aufstehen, denn die Strecke ist lang. Die Keys sind eine Kette kleiner Inseln, die aber durch Brücken miteinander verbunden sind, so das man sie befahren kann.

Florida
Brücke durch die Keys | Florida

Direkt am Eingang ist ein Tourist-Office, wo wir uns eine Map geben lassen. Er kringelt uns ein paar besondere Sachen ein. Nach dem Blick auf die Wetter-Karte sagt er uns das heute nicht geschnorchelt werden kann. Außerdem meint er, man solle länger als einen Tag kommen.
Die Strecke zieht sich, ist dabei aber wunderschön.

Es gibt eine urlange alte Brücke, die Seven Miles Bridge, die man z.T. begehen kann.

Wir machen einen kleinen Halt am Bahia Honda State Park, welchen Jochen schon im Voraus raus gesucht hat. Er hat mehrmals den Preis für den schönsten Strand erhalten und wir können dem nur zustimmen.
Rückblickend betrachtet, war das der schönste Strand und wir hätten dringend länger bleiben sollen. 😉

Florida
Bahia Honda | Keys | Florida

Aber wir wollen ja auch noch nach West Key, die letzte Insel, auf der es die bekannte Stadt gibt.
Wir müssen etwas nach einem Parkplatz suchen, aber wir werden fündig und die Preise hier sind wirklich human.
Am Hafen lässt es sich gut bummeln und es gibt einige Bars und Restaurants. Wir machen uns zu Fuß auf und erkunden den hübschen Ort.
Die Häuser sind alle schmuck und schick. Fast alle weiß gestrichen, mit süßen Veranden davor und viel grün.

Florida
West Key | Florida

Wir klappern alle Strände ab, aber durch die lange Anfahrt bleibt uns nicht viel Zeit.
Zum Sonnenuntergang sitzen wir schon wieder im Auto, da wir einen Rückfahrstau umgehen wollen.

Oberhalb von Miami Beach befindet sich der Hollywood-Beach, welchen wir schöner finden.

Am Besten gefällt uns aber Fort Lauderdale. Direkt vor dem Strand befindet sich ein riesiger Parkplatz, der ebenfalls nicht überteuert ist. Hier kann man sich sehr gut den Pelz bräunen lassen.

Florida
Hochzeit am Strand von Fort Lauderdale | Florida

Wir essen komplett jeden Tag bei „Whole Foods“, weil es dort einfach lecker ist!
Es gibt fünf Stück in Miami und in jedem waren wir.^^

Gerne hätten wir noch die Everglades besucht und wären weiter nördlich gefahren, aber die Entfernungen sind groß und die Straßen häufig sehr voll. Man sitzt ständig im Auto um von A nach B zu kommen. Ohne Auto geht hier nichts. Außer man bleibt immer am Strand.

Wer hier länger bleiben mag, sollte sich vielleicht ein Zimmer in der Nähe von Fort Lauderdale buchen—dort ist es einfach nur wunderbar!

Wir testen hier auch ein paar Sorten veganes Kokoseis, welches man im Supermarkt kaufen kann. So eine große Auswahl. Und es schmeckt soo gut. 🙂

Auch hier vergehen die Tage wie im Flug und schon stehen wir wieder im Flughafen, um nach Cartagena zu fliegen.

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