Nord-Luzon | Banaue | Batad | Puerto Galera

Manila oder: Hast Du nichts zu tun in Manila, geh in eine Mall!

Unser Flug geht wieder in Puerto Princessa los und wir wollen mit dem angeblich komfortablen RoRo-Bus fahren. Als wir am Busterminal ankommen, steht da allerdings ein Bus ohne AC—obwohl wir den gebucht haben. Uns wird gesagt, sie hätten z.Z. Probleme mit den AC´s. Wir haben aber Glück und eine Stunde später fährt ein Cherry-Bus und gegen einen Aufpreis können wir dann mit dem fahren. Die Fahrt dauert ca. vier Stunden und ist relativ angenehm. Es gibt auch mehrere Pinkelpausen.
In Puerto Princessa schlafen wir wir dieses Mal in der EJ Pension, die super nah am Flughafen liegt und deren Hosts einfach total nett sind.
Unser Flieger am nächsten Tag ist pünktlich und wir landen am Vormittag in Manila. Wir haben uns zu spät darum gekümmert, ansonsten hätten wir schon früher heraus gefunden, das die besseren Busse Richtung Banaue immer über Nacht fahren.
Wir geraten noch an einen völlig verrückten Taxi-Fahrer. Da wir das Spiel schon kennen, fragen wir immer vor Antritt der Fahrt, ob das Taximeter genutzt wird. Genug Gelegenheit „Nein“ zu sagen. Dieser sagt aber „Ja“ und als er erfährt wo wir hinwollen erzählt er uns, dieses Bus-Terminal würde erst um 16 Uhr öffnen, wir sollen woanders hin. Ja ok, denken wir uns, soll er uns hin fahren. Plötzlich fängt er an uns Deals vorzuschlagen. Ich fahre euch dahin und danach dahin für einen Fixpreis. Wollen wir aber nicht. Er hört und hört nicht auf damit, will dann sogar 100 Pesos einfach so, weil wir mit dem Taximeter fahren wollen. Dann hält er irgendwann an und will das wir uns ein anderes Taxi nehmen. Wir haben aber darauf bestanden dass er uns mit Taximeter zum Ziel fährt. Schlussendlich hat er uns in den Norden von Manila gefahren und der Preis vom Taximeter war deutlich unter seinem Fixpreis. Trinkgeld hat er nach dieser Aktion natürlich nicht mehr bekommen. Selber schuld, Blödmann!
Uns bleiben ganze 12 Stunden, bis unser Bus abfährt. Wir gehen zu einer der zahlreichen Malls, die in Manila zu finden sind und gehen dort erst mal thailändisch essen^^. Hach, lecker! 😉
Um die Zeit zu überbrücken, gehen wir Nachmittags ins Kino: „The Revenant“, mit Leonardo de Caprio, einem meiner Lieblings-Schauspieler. Das Kino kostet 180 Pesos, also knapp unter 4€.

Banaue oder Frierend im Norden der Philis

Die Bus-Fahrt ist der Horror. Es ist EISKALT und erst als Jochen das siebte Mal zum Fahrer geht, stellt er die Klimaanlage aus.
Wir kommen gegen 6 Uhr in Banaue an. Es ist windig, kalt und es regnet. Herzlich Willkommen.
Wir quartieren uns im nächstbesten Hotel ein, welches Stairways heißt. Es regnet noch den ganzen Tag und wir haben alle Sachen an. Bei dem Wetter wollen wir keine Tour machen.
Wir buchen aber einfach für den kommenden Tag einen Tages-Ausflug nach Batad.
Den Rest des Tages verbringen wir damit die weitere Reise zu planen und ganz viel heißen Tee zu trinken. Außerdem schauen wir uns in einer Regenpause Banaue an. Ein verschlafenes Nest, das außer Reis-Terrassen nicht viel zu bieten hat. Hier muss man seinen Standard in jeglicher Hinsicht runterschrauben.
Die Hotel-Zimmer sind basic, das Essen ist mehr schlecht als recht und das Wetter ist so, wie es halt in den Bergen sein kann. 😀

Banaue
Banaue | Nord-Luzon

Unsere Nacht wird sehr frisch, denn aus allen Ecken und Ritzen kommt ein kalter Luftzug. Wir nehmen für die kommende Nacht ein Zimmer in einem benachbarten Hotel, welches einiges besser ist.
Mit dem Wetter haben wir großes Glück und während unseren gesamten Ausflugs scheint die Sonne, bzw. regnet es nicht.
Wir fahren erst mal mit einem Jeepney ca. 30 Minuten Richtung Batad. Etwas unterhalb des Batad Sattels werden wir raus gelassen und wir müssen den Rest des Weges zu Fuß gehen.
denn, es gibt noch keine Straße nach Batad. Wer also dort nächtigen möchte, muss mit seinem Gepäck ca. 20 Minuten zu Fuß gehen. Hin wird recht easy, weil es bergab geht, zurück ist dann etwas anstrengender.
In Batad angekommen muss man sich in einem Register eintragen und eine Fee zahlen.
Dann geht der Rundgang durch Batads Amphitheater aus Reis los. Der Ausblick ist fantastisch!
Die Reis-Terrassen u.a. von Batad sind ein UNESCO-Welterbe. Man kann sich einen Holz-Stock für 10 Peso ausleihen, der einem z.T. recht nützlich wird. Der Weg bis nach unten zu einem imposanten Wasserfall ist anstrengender als der Aufstieg. Wir haben zwei israelische Mädels mit in der Gruppe, von der die eine besser das Rauchen sein lassen würde, sie bekommt nämlich schon nach wenigen Stufen des Aufstiegs einen Schwäche-Anfall und unsere Strecke wird um einiges gekürzt.
Der Ausflug hier her lohnt auf jeden Fall!

Batad
Reisterrassen von Batad | Nord-Luzon

Über Nacht würde ich hier allerdings nicht bleiben.
Die kommende Nacht wird deutlich angenehmer und die heiße Dusche tut sehr gut.

Am nächsten Tag machen wir uns zu Fuß auf den Weg zu einem natürlichen Pool, der auf dem Weg zwischen Banaue und Batad liegt. Man kann das als Tour buchen, aber der Weg dorthin ist wunderschön und absolut gut zu schaffen!

Banaue
Banaue | Nord-Luzon

Eigentlich wollten wir noch nach Vigan, aber der Weg dorthin ist sehr mühselig, mit 2-3x umsteigen. Deswegen entscheiden wir uns nach vielem Hin und Her, dass wir nochmal Richtung Süden, nach Puerto Galera fahren wollen. Denn wir haben keine Lust mehr auf die Kälte und das schlechte Essen. Ob das so sinnvoll ist, sei mal dahin gestellt.. 😉

Am Abend nehmen wir also wieder den Nachtbus nach Manila und dieses Mal sitzen wir in der hintersten Reihe, in der es dank Panzertape nicht so kalt ist wie vorne, dafür aber Null Beinfreiheit bietet. Ich komme auf maximal zwei Stunden Schlaf!

Ach ja, in Banaue gibt es übrigens keinen ATM, der Visa oder Mastercard annimmt. Also genügend Bargeld mitnehmen. 🙂

Puerto Galera oder: Hinterher ist man immer schlauer!

In Manila fahren wir zum City State Tower Hotel, wo es für 800 Peso ein Sikat-Bus-Ticket bis nach Puerto Galera inklusive Bootsfahrt gibt. In diesem scheint der Sex-Tourismus willkommen zu sein, denn überall rennen alte Säcke mit jungen Asiatinnen herum. Ziemlich ekelhaft. In unserem Bus finden sich neben ein paar Backpackern und einer großen Familie genau das gleiche Klientel, weswegen ich von einem Sikat-Ticket dringend abrate. Nicht nur das man es mit einem widerlichen Menschenschlag zu tun hat, der Bus ist ebenfalls ein olles Teil.
Hätte ich das früher gewusst, wären wir z.B. mit Jam gefahren, die einen für den halben Preis fahren und die Busse deutlich fresher aussehen!

Puerto Galera ist ein schöner Flecken auf den Philippinen und wenn wir rückblickend die Route ändern könnten, würden wir zu erst von Manila hier her kommen. Puerto Galera liegt auf Mindoro, welche direkt unter der Hauptinsel Luzon liegt und es gibt hier einige schöne Orte und Inseln, z.B. Pandan. Von Mindoro kann man dann über Coron nach Palawan. Von Puerto Princessa fliegt man dann nach Cebu, macht dort ein paar schöne Dinge und könnte dann noch nach Nord-Luzon.

AAAber, jetzt ist es zu spät^^.

Unsere Ankunft im Hotel Dolphinbay ist dann allerdings nicht so toll. Eine unglaublich unfreundliche Mitarbeiterin verkündet uns, dass Booking.com einen Fehler gemacht hätte, das Zimmer, das wir gebucht haben (und auch eine Buchungsbestätigung haben), wäre nicht mehr frei, wir müssten nun ein Deluxe-Zimmer nehmen und die Preisdifferenz bezahlen. Wir bestehen auf unsere Buchung. Erst nachdem wir einige Zeit diskutieren und den Manager sprechen wollen, erklärt sie sich bereit uns das bessere Zimmer ohne Aufpreis zu geben. Unsere gute Stimmung, die wir hatten, ist dahin. Wir sind stinksauer und fühlen uns absolut nicht willkommen. Das ändert sich auch nicht während der zwei Tage Aufenthalt. Der Besitzer, ein Österreicher, spricht uns auch kein mal darauf an. Sehr enttäuschend!
Zum Glück haben wir für die zwei anderen Nächte ein anderes Hotel!
Wir relaxen etwas am Pool und Jochen holt sich einen Sonnenbrand…tsts, ohne Sonnenschutz… Du musst besser auf Dich aufpassen!
Abends fahren wir nach Sabang, dem Touri-Ort hier, wo wir gaaaanz viele alte Männer mit gaaaanz jungen Asiaten sehen…
Wir essen bei einem angeblichen Thai, der aber gar kein Thai anbietet und kommen danach garantiert nicht wieder^^.
Hier gibt es auch noch den White Beach, wo eher die Locals ihre Zeit verbringen. Ein sehr schöner Strand, leider zugebaut und voller Sandflies. Hier können wir leider nicht bleiben. Am Abend essen wir hier aber eine köstliche Pizza, bei Casa Mia. Sehr zu empfehlen! Da gehen wir heute Abend nochmal hin. Jochen ist schwer beeindruckt. Meine ohne Käse ist auch ganz gut. 🙂
Unser jetziges Hotel, Villa de Pico, ist deutlich freundlicher und der englische Besitzer Paul ein super netter Typ. Gut das wir nun hier sind.
Das Wetter ist seit zwei Tagen grau und windig. Aber Morgen ist unser letzter Tag und es geht wieder zurück nach Manila, wo wir noch eine Nacht verbringen werden, bevor es endlich nach L.A. geht. Wir freuen uns so!!

Der Rückweg ist total easy. Wir nehmen eine Fähre und auf dem Festland den erstbesten Bus und dieser kostet 170 Pesos p.P. und ist der beste Bus, den wir je in Asien hatten. 😀

 

 

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