Philippinen | Manila | Palawan

Manila oder: Kleiner Zwischenstopp im Moloch

Einige Tage vor der Abreise erhalten wir eine Email, dass unser Flug von Manila nach Puerto Princessa zwei Stunden vor verlegt wird. Somit können wir diesen nicht mehr erreichen.
Unser Plan war, uns gar nicht in Manila aufzuhalten, sondern gleich weiter zu fliegen. Daraus wird nun nichts. Wir müssen erst mal zu einem Cebu-Pacific-Büro in Bangkok um das alles zu klären.
Am Ende fliegen wir einen Tag später nach Puerto Princessa. Unser Flug nach Manila geht schnell vorbei. Zum Glück—es ist nämlich recht eng und Jochen´s lange Beine finden kaum Platz. Eine Stunde Zeitunterschied zu Thailand. Wir landen um 14:15 Uhr und hätten somit den ursprünglich geplanten Anschlussflug um 15 Uhr nicht erreicht.
Unser Hotel bietet einen Shuttle-Service an, der Grund, warum wir uns für dieses Hotel entschieden haben. Das war es dann auch schon an Positivem.^^ Das Hotel ist einfach furchtbar. Es kostet recht viel und ist einfach nur eine miese Absteige. Kakerlaken im Zimmer und ein monotones Brummeln aus einem Lüftungsschacht erfreuen uns. 😉 Die Gegend ist nur insofern gut, dass man relativ schnell am Flughafen ist.
Auf der Suche nach etwas Essbaren erkunden wir die Gegend und laufen zu einer Mall, die unweit des Hotels liegt. Alle starren mich an. Ich vermute es liegt an den sehr hellen Haaren—ich kenne das ja schon aus Indonesien. Ich bin total froh, nicht alleine zu sein. Es ist deutlich zu spüren das hier große Armut herrscht. Ich fühle mich fast ein wenig Unwohl auf der Straße. Der Supermarkt in der Mall erschreckt uns dann total. Weniger Obst als erwartet, nur Äpfel, Birnen, Bananen, Mangos und Papayas. Fast alles überreif. Das Gemüse ist teuer. Eine Karotte (alles ist in Plastik einzeln verpackt) kostet fast 1,50€. Dafür ohne Ende Chips, Snacks und andere ungesunde Sachen. Da müssen wir uns erst mal umgewöhnen. Eigentlich haben wir gelesen das es auch hier eine große Auswahl an Obst gibt. Nicht, dass wir in Thailand unsere letzte Dragonfruit oder Jackfruit gegessen haben?? Wir hoffen nicht!
Schlussendlich gehen wir in das Restaurant des Hotels, wo es immerhin ein Gemüsegericht gibt. Schmeckt sogar ganz gut.
Trotz des Lärms schlafen wir erstaunlich gut. Das Bett ist bequem.
Am nächsten Vormittag geht es zeitig mit dem Shuttle-Service zurück zum Flughafen, wo wir wieder mit Cebu-Pacific nach Puerto Princessa fliegen. Wir fliegen über sagenhaft ausschauenden Inseln. Wow!

Puerto Princessa oder: Ab in den Urwald!

Nach knapp 80 Minuten landen wir. Der Flughafen von Puerto Princessa ist total klein und freundlich. Es gibt nur ein Kofferband. Alles schaut nett und sonnig aus. Wir sind froh aus dem Moloch raus zu sein.
Vor der Tür warten bereits Taxifahrer, aber wir gehen das Stück zu Fuß. Wir hatten uns ein Hotel im Internet rausgesucht und als wir dort ankommen, erwarten uns ein nettes Hotel. Die Besitzer sprechen uns auf die Flüchtlinge in Deutschland an und sagen, dass sie es ganz toll finden – Frau Merkel wäre „Mama“.^^ Sie haben sogar auch von den Übergriffen in Köln gehört—wer hätte das gedacht!?

Das Hotel „Pension de Flora“ können wir weiter empfehlen. Es gibt Räume mit und ohne Klimaanlage, dann mit Fan. Wir können den Preis etwas runter handeln, von 1000 auf 900 Peso, dafür kein Frühstück. Unser Zimmer gefällt uns sehr gut, alles sehr neu und ordentlich.

In der näheren Umgebung gibt es sogar zwei Veggie-Restaurants, wo es auch vegane Optionen gibt. Dort essen wir jeden Tag. 😉 Wir bleiben drei Nächte. An einem Abend treffen wir einen alten Arbeitskollegen von mir, der mit seinem Dad die Philippinen bereist. Wir gehen in einem der Restaurants essen und ich bin positiv überrascht, dass Michael´s Vater dort was isst und es ihm schmeckt. Mein Respekt (und liebe Grüße an Euch zwei 🙂 )! Wir haben uns über zehn Jahre nicht gesehen. Total verrückt, dass wir uns nun hier treffen! 😀 Ein schöner Abend.

Puerto Princessa
Puerto Princessa | Palawan

 

 

Puerto Princessa bietet nicht sooo viel. Es gibt eine Art Hafen, wo sich am Abend die Locals treffen. Viele machen von hier aus einen Ausflug zu dem Underground-River, der ca. 1,5 Stunden von hier entfernt liegt. Eigentlich wollen wir den auch machen, aber nachdem wir mit einigen darüber reden und erfahren, dass man sieben Stunden unterwegs ist, um dann 45 Minuten in der Höhle zu verbringen und man mit total vielen anderen Touristen abgefertigt wird, haben wir keine Lust mehr darauf und entscheiden uns dafür eine Island-Hopping-Tour zu machen.

Wir werden pünktlich um 7 Uhr abgeholt. Man MUSS dann noch in einem Laden Wasserschuhe leihen und auch Schnorchel-Ausrüstung (die ist nämlich bei dem relativ hohen Preis nicht enthalten) gibt es da. Unser Guide erklärt uns dann, die Schuhe bräuchten wir, wenn wir auf den Korallen rumstehen um uns nicht zu verletzen!??! Was?? Ein Ausflug wo nicht darauf hingewiesen wird, man solle die Korallen nicht berühren und auf keinen Fall auf die drauf treten? Da haben wir dann schon mal einen Grund dafür, warum die Korallen hier tot sind. -.-
Die Anreise ist super nervig und als wir endlich gegen 9:00 am Hafen ankommen, wimmelt es dort nur von Touristen und Bussen und Booten und alles ist ziemlich anstrengend und nervig, da wir hier auch noch eine Stunde warten dürfen 😉
Wir haben aber zum Glück eine recht kleine Gruppe und die Fahrt mit dem typisch philippinischem Auslegerboot ist super schön. Die ersten beiden Inseln, die wir besuchen, sind ein Witz. Wir waren in hoher Erwartung und als wir dort ankommen, sind wir total erschrocken. Die erste ist eine ganz kleine Insel, ohne Palmen und ohne lebende Korallen. Das einzig schöne, sind die sehr zahlreichen Seesterne im Wasser. Zu allem Überfluss sind unsere geliehenen Schnorchel kaputt! :/ Somit können wir auf der ganzen Tour nicht schnorcheln.

P1120361
Puerto Princessa |Palawan

Nach nur 40 anstelle von 60 Minuten geht es zur zweiten Insel, wo es nur einen ganz kleinen abgetrennten Bereich zum Schnorcheln im Wasser gibt. Dieses „Becken“ ist total voll mit Touris. Juhee! 😉 Nach 30 anstelle von 60 Minuten geht es dann zur dritten und letzten Insel. Dort bleiben wir sogar knappe zwei Stunden und es gibt Essen in Form von Buffet. Es gibt sogar leckeren Reis und zwei verschiedene Gemüsegerichte, die richtig lecker sind! Diese Insel ist total schön. So wie man sich eine philippinische Insel vorstellt: Klein, weißer Sand, türkises Wasser, Palmen.

Cacnipa Island oder: Coconut Garden Resort oder: Warm wird kalt!

Wir buchen in unserem Hotel die Fahrt nach Port Barton und wir werden pünktlich abgeholt. Der Minivan wird zu einer Herausforderung. Die Sitze sind so dicht hintereinander, das selbst ich mit den Knien an meinen Vordersitz komme. Für Jochen wird die fünf Stündige Reise sehr anstrengend, aber auch für mich. Jeder Sitz ist belegt und einer der Mitreisenden ist krank. Das letzte Stück führt durch den Dschungel, wo es z.T. noch keine befestigte Straße gibt. Es fängt zu regnen an und die Fahrt fühlt sich wie ein Abenteuer an. Wir erreichen Port Barton, trotz Reifenwechsel pünktlich. 😉 Der Ort selber ist klein und niedlich. Hier kann man sicher ein paar Tage verbringen.

P1120377.JPG
Port Barton | Palawan

Wir wollen aber auf Cacnipa Island, eine kleine Insel schräg gegenüber von Port Barton. Dort hat ein Schweizer ein Resort, wo wir uns ein Zimmer im Langhaus reserviert haben. Es gibt auch einzelne Hütten, welche wir empfehlen zu buchen.
Hier auf den Philippinen ist es teurer als in Thailand. In jeder Hinsicht—außer Alkohol—der ist mega preiswert! Unser Zimmer im Langhaus kostet 995 Peso die Nacht, knappe 20€. Ein Bungalow kostet ca. 1700 Peso, was auch ok ist. Es gibt kein warmes Wasser und nur Strom von 18-21 Uhr. Kennen wir ja schon alles, da sind wir alte Hasen. 😉
Die Anlage ist super schön. Ein sehr gepflegter Garten, unter Kokosnuss-Palmen. Es gibt ein paar Hängematten und Liegen am Strand. Einfach super.
Nur gibt es hier leider Sandflies. Es wird zwar jeden Tag geharkt und es wird mit Gift gegen die Quälgeister angegangen, aber trotzdem gibt es noch zu viele davon am Strand. Die ersten drei Tage merken wir davon allerdings wenig, denn da ist es sehr windig und das Meer super wellig. Wir frieren und wundern uns über die anderen Weißbrote, die alle mit kurzen Klamotten herum rennen und sogar auch schwimmen gehen. Wir liegen mit Jacken, Mützen und Socken in unseren Hängematten. 😀 Jetzt weiß ich auch, warum manche Thais lange Kleidung tragen. Man gewöhnt sich an die Hitze und warm ist dann kalt 😉
Am vierten Tag ist aber endlich schönes Wetter und ich kann etwas am Strand sonnen und wir beide können endlich in dem klaren Wasser schwimmen. Das Wasser ist hier deutlich kühler als in Thailand!
Es gibt einen kleinen Dschungel-Walk, den wir natürlich gehen. Er ist ganz nett und man sieht auf der anderen Seite der Insel eine ganz entzückende Bucht.
Die Küche ist gut. Es gibt z.B. Schweizer Rösti mit sehr leckeren Auberginen, oder Salat und auch drei verschiedene philippinische Nationalgerichte, die es auch in vegetarisch gibt. Generell ist das Essen so, wie es im Internet steht; sehr fettig. Scheinbar essen die Filipinos wenig Gemüse, was einen bei den Preisen ja auch nicht wirklich wundert. Aber warum sind Obst und Gemüse nur so selten? Das Zeug muss hier doch wachsen wie Kraut und Rüben! Verstehen wir nicht!

Wir bleiben fünf Nächte auf Cacnipa Island.
Ich habe mich scheinbar bei dem kranken Mitreisenden angesteckt und ich bekomme meine erste Erkältung während dieser Reise (Jochen hatte sie schon). Jochen hat dafür wieder ein paar Sandflie-Stiche abbekommen, ihr müsstet mal seine Beulen sehen, die er jedes Mal von den doofen Viechern bekommt. Ich hatte schon etliche Mückenstiche—wenn da Sandflie-Stiche bei waren, haben sie sich nicht von denen unterschieden.

San Vicente oder: Von Staub und Nichts :p

Im Resort buchen wir uns einen Bootstrip nach San Vicente. Das dauert knapp eine Stunde und führt grob an Port Barton vorbei, weiter in den Norden und kostet 450 Pesos pro Person. Die Fahrt ist super, wir sind die einzigen Passagiere =)
Man sieht schon von weitem großer Dächer in San Vicente und wir denken, dass es doch größer als erwartet ist. Aber nach einem kleinen Stadt-Rundgang merken wir schnell, das der Ort doch sehr klein ist. Es gibt nur ein handvoll Hotels und noch weniger Restaurants. Die Minimärkte führen nur das Nötigste.
Wir schlafen in der Picardal Lodge, die direkt am Hafen ist. Es gibt auch hier Zimmer mit AC (1000PHP) oder Fan (800PHP). Uns reicht ein Fan. Die Betten sind ziemlich hart, d.h. ein Brett mit einer ganz dünnen Matratze. Aber sonst ist das Zimmer echt ganz gut. Warmes Wasser scheint es auf Palawan generell nicht zu geben. Zumindest nicht in der Preis-Kategorie in der wir nächtigen.
Wir gehen zu Fuß Richtung Strand (Long Beach), der auf der anderen Seite liegt und bekannt für seine Länge ist (14km). Es ist unglaublich heiß hier. Nach den windigen Tagen auf Cacnipa ein Klimawechsel.
An dem Strand wimmelt es aber nur vor Sandflies und wir können dort leider nicht bleiben.
Abends gehen wir in das Peace and Love Hotel, das einem Schweizer (mal wieder.. 😉 ) gehört. Ein wirklich schönes Hotel, das ich nur empfehlen kann. Das Essen ist super. Jochen isst ein grünes Curry und ich eine Gemüse-Pizza ohne Käse. Die Pizza schmeckt sooo gut, die werde ich nochmal essen 🙂 Hab ich auch gemacht 😉

San Vicente
San Vicente | Palawan

Mich hat es nun voll erwischt. Nase zu, Druck im Kopf, Muskelschmerzen. Heute bleibe ich auf unserer Terrasse, wo ich in der Hängematte liege und diesen Bericht schreibe. Jochen schaut sich hier noch die Gegend näher an und kommt ziemlich eingestaubt zurück. Hier gibt es noch eine kleine Bucht, aber die ist privat. Jochen geht aber hin und fragt nach ob er dort mal hin darf, was er auch darf. Er berichtet, es sei wunderbar dort. 🙂
Morgen fahren wir dann nach El Nido, dem nördlichsten Punkt, den wir auf Palawan bereisen. Am 7.2. ist chinesisches Neujahrsfest und hier ist alles fast doppelt so teuer und vieles ausgebucht. Wir haben aber noch etwas in El Nido gefunden, was gar nicht so einfach war.
Ach ja, unseren Rückflug nach Manila haben wir nun schon gebucht. Am 9.2. mit Air Asia.

El Nido oder: Wolken zum Greifen nah

Heute ist unser Minivan um einiges bequemer, denn er hat eine Reihe Sitze weniger und dadurch haben wir deutlich mehr Platz. Außerdem ist der Van auch erst ab der Hälfte der Strecke voll. Wir fahren ca. drei Stunden. Die Landschaft von Palawan ist super toll und ich bin sehr begeistert von dem ganzen Grün. 🙂
Der Busterminal ist beim Coron Coron Beach, südlich von El Nido und wir nehmen unseren ersten Tricycle seit wir hier sind. Tricycles sind Motorräder mit einem Beiwagen, in dem die Fahrgäste sitzen. Es passen 2-4 Leute darein. Durch den TÜV würden die auf jeden Fall nicht kommen.. :p Ziemlich wackelige Teile.
Unser Zimmer ist leider ein ziemlich kleines Loch wie wir feststellen. Die ehemaligen weißen Wände haben einen dunklen Schmutzrand in Fußhöhe und das einzige Fenster ist 20cm hoch und ein Meter breit. Für 23€ ziemlich happig. Es gibt nur ein Gemeinschaftsbad, welches auch nicht zum verweilen einlädt.^^ Warmes Wasser gibt’s auch hier nicht. Denke man müsste in ein 4*-Hotel um welches zu bekommen. El Nido ist generell relativ teuer.
Wir erkunden erst mal die Stadt. Von vielen gewarnt, es sei sehr touristisch, sind wir auf das Schlimmste vorbereitet (ja ok, das Schlimmste ist, wenn das Bier alle ist). Aber als wir durch das Städtchen bummeln finden wir es ganz sympathisch. Sicher, hier ist schon einiges mehr los, als in den anderen Städtchen, aber wir haben es uns viel schlimmer vorgestellt. El Nido liegt direkt an einer schönen Bucht, umgeben von schönen Felsen, von wo aus täglich viele Boots-Touren zu den vielen Inselchen starten. Schaut einfach nur toll aus!

El Nido
El Nido | Palawan

Wir gehen bis zum Coron Coron Beach, welcher etwas ruhiger sein soll. Uns gefällt er aber gar nicht so gut und außerdem gibt es hier leider mal wieder Sandflies.

Unsere erste Nacht ist nicht so toll und wir freuen uns schon auf die weiteren drei. 😉 Morgens bekommt Jochen einen Hexenschuss und somit sind unsere ganzen Pläne erst mal zu Nichte. Wir verbringen den ganzen Tag in der Stadt und wissen nichts mit uns anzufangen. Jochen kann nicht gut sitzen und mich hat die Erkältung voll im Griff. Wir tingeln von einem Café ins nächste.
Dabei lernen wir Doris und Wolfgang kennen, die uns von ihrem tollen „Angel Nido Resort“erzählen.
Es gehört einem Italiener, der vorne teurere (75€) Bungalows hat und hinten eine Hütte, mit zwei Zimmern. Für eine und für zwei Personen. 500Peso p.P. Die Hütte gefällt uns direkt super, und wird sofort reserviert. 😉
Doris und Wolfgang erzählen noch einiges, was sie hier so gemacht haben und was für tolles Essen für sie gekocht wurde. Die Beiden schwärmen uns von Banana-Blossom in Coconut vor und wir bestellen das direkt vor 😉
Außerdem geben sie uns Tipps zu Stränden, wo es keine Sandflies gibt.
Nochmal lieben Dank an Euch!! 🙂

Als wir in unser tolles Hotel zurück kommen, fällt auch noch der Strom aus und direkt neben unserem Zimmer stehen zwei Generatoren, die einen Höllenlärm machen und Abgase in unser Zimmer leiten. Juhu! Das wird ja immer besser..
Mir wird an der Rezeption gesagt, das könne noch mehrere Stunden dauern, sie würden den Generator aber um 22 Uhr ausmachen. Um 22.15Uhr geht Jochen nach vorne und es dauert fast nochmal 30 Minuten, bis die das blöde Teil ausmachen.
Am nächsten Tag ist immer noch kein Strom da. Wir hecken einen Plan aus, der auch gelingt. 🙂 Da Doris und Wolfgang heute abreisen, rufen wir erst mal im Angel Nido an und fragen, ob der Raum auch schon ab heute frei ist. Ja, ist er. Dann fragen wir in unserem Hotel, ob die uns schon zwei Nächte eher raus lassen, wir erklären, dass wir beide krank sind und uns gerne im Zimmer aufhalten wollten, dies aber unter diesen Umständen nicht ginge—wir haben Glück und die Managerin zahlt uns die beiden übrigen Nächte aus.
Somit sind wir schon zwei Tage eher in der Hütte. Super! Hier können wir uns nun erholen.

Am nächsten Tag gehen wir zum „Las Cabanas“ Strand, ca. 5-6km südlich von El Nido. Das ist ein ganz wunderbarer Strand. Ganz heller, feiner Sand, nur das Wasser ist nicht ganz so klar, wie wir anderer Orts gesehen haben. Wir Doofies haben allerdings nur an unsere Hängematten gedacht und nicht an ein Strandtuch.^^
Am ganzen Strand finden wir keine Möglichkeit unsere Hängematten aufzuhängen.
Allerdings ist ein kleines Inselchen vorgelagert, wo man mit Zip-Lining rüber fliegen kann und da wir Glück haben, ist auch gerade Ebbe und Felsen führen zu der Insel rüber. Dort finden sich dann auch genug Bäume zum Hängematten aufhängen.
Wir beobachten dabei die ganzen Leute, die Ziplinen und mind. jeder zweite bleibt in der Mitte stecken und muss abgeholt werden. Naja..
Als die Flut kommt, machen wir uns auf den Rückweg und legen uns noch etwas ohne Tuch in den Sand. Die Sonne knallt allerdings unbarmherzig. Wir sehen viele Leute mit starkem Sonnenbrand. Als auch meine Schulter anfängt etwas zu brennen, machen wir uns zu Fuß auf den Rückweg.

Am nächsten Tag machen wir dann eine Island-Hopping-Tour. Wir haben mit vielen gesprochen und ich habe einiges dazu im Internet gelesen—außerdem haben wir auch noch die letzte Tour im Gedächtnis. Wir haben fast keine Lust eine Tour zu machen, da wir wissen, das es total touristisch sein wird—aaaber, dafür sind wir ja auch hier und deswegen machen wir sie. Es gibt vier verschiedene Touren. A, B, C und D., die man in ganz El Nido an jedem zweiten Shop buchen kann. Man muss sich vorher nur anschauen, was man sehen will und danach entscheidet man welche Tour man wählt. Wir haben Tour A bei unserem Hotel gebucht. Je nach Tour-Anbieter ist dann noch ein Handtuch und die Schnorchel-Ausrüstung dabei. Viele machen auch mehrere Touren.
Der Pick-Up ist recht pünktlich und wir bekommen direkt ein Handtuch.
Der komplette Strand steht voll mit Menschen-Gruppen, manche gehen schon in die Auslegerboote, aber die meisten stehen herum. So wie wir. Eine ganze Stunde. Dann werden wir beide zu einem anderen Boot gebracht und erst nach Ankündigung, die Tour nicht zu zahlen, wird uns und einem anderen Pärchen die zugesagte Schnorchel-Ausrüstung gebracht.
Was man am Besten dabei haben sollte: Wasserschuhe. Es gibt nämlich Steinfische und ziemlich viele Felsen im Wasser. Mir leiht unser Host seine Wasserschuhe, was super nett ist!
Wir fahren als erstes den Seven Commando Beach an, welcher einfach nur wunderbar ist! (Ich kann nur empfehlen diesen Strand zu besuchen!) Dort kann man was zu trinken und essen kaufen und schwimmen. Danach geht es schon an den Essens-Strand, wo der Lunch aufgebaut wird. Für mich gibt es extra Gemüse (das ich bestellt hatte) und ich bin wirklich positiv überrascht, dass bei dem Orga-Chaos vom Morgen trotzdem vegetarisches Essen für mich dabei ist. Aber auch ohne es zu bestellen wäre ich satt geworden. Es gibt ganz viel Obst und auch Salat und Reis—außerdem Fisch und Fleisch.

El Nido
El Nido | Palawan | Philippinen

Danach schauen wir uns noch die kleine und die große Lagune an, welche beide ganz toll sind. 🙂 Nur die Secret Lagoon finde ich persönlich nicht so toll. Das Wasser wirkt dreckig und es schwimmen Quallen herum. Danach geht es auch schon wieder zurück.

 

Unser Fazit:
Eine Tour sollte man unbedingt machen, auf andere Weise kann man die schönen Stellen nicht erreichen. Und ja sicher, viele Leute machen diese Tour—aus diesem Grund ist vermutlich auch soviel von der Korallenwelt kaputt. Man sollte aber kein Wunder erwarten und morgens relaxed an die Sache heran gehen. Diese Warterei kann einen nämlich jeck machen. 😉
Ich würde meinen eigenen Schnorchel mitbringen, allerdings sollte man nicht zu viel von der Unterwasserwelt erwarten. Das Essen war echt super und die Tour hat uns Spaß gemacht.
Eine weitere Tour wollen wir aber nicht mehr machen.

Am Abend gibt es dann unser bestelltes Essen in unserem Reort. Als Vorspeise ein RIESEN Teller, mit Gemüse-Tempura und Frühlingsrollen. Davon alleine wird man schon satt.^^
Zur Hauptspeise gibt es dann Bananenblüten in Kokosnuss gekocht, mit Ingwer, Knoblauch und Chili. Das ist so unglaublich lecker!!!! KÖSTLICH!!! Vielen Dank nochmal! :)))
Danach kugeln wir in unser Bett.

Uns bleiben zwei Tage und eigentlich wollen wir noch zu den Twin-Beaches, welche 20km von El Nido entfernt liegen und einmal mit dem Kayak gegenüber zu der Insel paddeln, weil es dort sehr schön sein soll. Allerdings macht uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Unsere beiden letzten Tage hier sind bewölkt und teilweise stark regnerisch.
Für die Twin-Beaches bräuchten wir einen Roller und die Strecke soll sehr problematisch sein und bei Regen schlammig. Da haben wir keine Lust zu. In der vorletzten Nacht schüttet es wie aus Kübeln und am Tag ist alles unter Wasser. Außerdem hat es nun Jochen erwischt. Ich fürchte, ich habe ihn angesteckt. Diese Erkältung ist ganz schön hartnäckig und ich bin froh, wenn es bald mal vorbei ist.

 

Palawan: 18 Tage

Puerto Princessa: 4 Nächte
Cacnipa Island: 5 Nächte
San Vicente: 2 Nächte
El Nido: 7 Nächte

 

 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s