Bangkok | Krabi

Hui, jetzt habe ich mir aber lange Zeit gelassen, einen weiteren Blogeintrag zu schreiben. Fast vier Wochen. Das kann so nicht weitergehen! 😉
Ohne Zucht und Ordnung hier..wo soll das hinführen?
Und wie soll ich das bloß alles wieder zusammenbekommen was wir gemacht haben? O_o
Ich fange einfach mal an:

Bangkok oder: One night in Bangkok

Wir bleiben bis zum 26.12. bei K.P.Huts auf Koh Chang. Unsere Tage ähneln sich. Leider gibt es hier auch Sandflies, so das Jochen nicht am Strand liegen kann—da wir aber ja eine Hütte gleich am Meer haben geht das klar. Wir liegen viel in den Hängematten und erholen uns so richtig von der bisherigen Reise. Klingt vermutlich ziemlich dekadent, aber wenn man immer wieder weiter reist, braucht man irgendwann Urlaub vom Reisen. Das hat auf Koh Chang, vor allem bei K.P.Huts wunderbar geklappt.

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Unsere Hütte bei K.P.Huts auf Koh Chang

Wir wollen jetzt Richtung Süden, nach Krabi. Es zieht vor allem mich dorthin. Dafür müssen wir aber erst mal nach Bangkok.
Bei unserer Anlage kann man allerdings nur einen Minivan buchen, der ist aber a) teurer und b) unbequemer. Wir finden aber eine Travel-Agency die uns ein Kombi-Ticket besorgt. Pick-up vom Hotel, Fähre nach Trat und V.I.P.-Bus nach Bangkok. Gebucht!
Die Reise nach Bangkok verläuft super gut. Der Bus ist super bequem. Raus gelassen werden wir auf der Khaosan Road. Da haben wir auch unser super Hotel gebucht. Unser altes Hotel, wo wir die letzten Jahre waren „Rambuttri Village“, hat über Weihnachten und Silvester die Preise mehr als verdoppelt. Aber wir haben mit dem „Thara House“ einen adäquaten Ersatz gefunden—auch wenn es dort Nachts ganz schön laut ist 😀

Am nächsten Tag machen wir uns auf den Weg zum Hospital for Tropical Deseases, wo wir in der Thai Travel Clinic über das Internet einen Termin für eine Gelbfieber-Impfung (die brauchen wir noch für die Einreise nach Südamerika) gemacht hatten. Was sehr praktisch ist!
Wir haben uns den Termin für 10 Uhr geben lassen. Wir fahren vorsichtshalber mit dem Taxi zur Klinik, da wir nicht genau wissen, wie der Verkehr ist. Aber wir kommen viel zu früh an und müssen eine ganze Weile warten.
Wir führen ein Beratungs-Gespräch mit einem Thai-Arzt, der uns auch noch eine Japanische Enzephalitis-Impfung aufschwatzt. Wie ich hinterher herausfinde hätten wir uns das auch sparen können..
Beide Impfungen kosten zusammen mit Beratung und allem 1600 Baht, also knappe 40 €. So günstig kommt man in Deutschland nicht davon.. Also wer etwas Zeit hat bevor er nach Südamerika reist und vorher in Bangkok ist, sollte abwägen dort einige Impfungen vorzunehmen.

Gegen 11 Uhr sind wir fertig mit allem und machen uns mit dem Taxi zum MBK auf. Dort drehen wir nochmal eine Runde und sehen was wir so alles nicht kaufen werden. 😉
In der 6. Etage gibt es einen Food Court, wo es auch einen Stand mit sehr leckerem veganen Futter gibt. Empfehlung für Leute die gerne scharfes Thai-Food essen. Und dabei super günstig.

Wir laufen noch zwei Blöcke weiter und gehen zur „Veganerie“, wo ich eine köstliche vegane Waffel esse. Leider habe ich danach keinen Hunger mehr und ich kann nicht mehr kosten. Aber Leute! Wenn ihr in Bangkok seid, MÜSST IHR UNBEDINGT DAHIN!!!111elf!!! 😀

Danach fahren wir zurück ins Hotel unsere Rucksäcke holen—man kann dort übrigens sein Gepäck für 10 Baht am Tag unterstellen! (Auch für länger!)

Wir versuchen ein Taxi mit Taximeter zu besorgen das uns zum Busbahnhof Süd bringt, aber das ist aussichtslos. Geht nur mit Festpreis. Wenn die Taxifahrer wissen wieviel Verkehr wo ist,fahren die einen nur mit Festpreis dorthin. Wir haben aber Glück—der erste will 300 Baht, aber der zweite fährt uns für 150. Also ruhig andere fragen!

Am Bahnhof angkommen, bekommen wir leider kein Busticket mehr für den Governmentbus—der ist schon ausverkauft. Aber es gibt noch einen V.I.P. Nachtbus. Wir zahlen knapp 800 Baht dafür.
Wir müssen noch eine Stunde am Bahnhof warten bevor es los geht.

Was wir festgestellt haben: in Bangkok war schon mal mehr Lametta!

 

Krabi oder: Vom Motorrad geküsst oder: Vom Affen besiegt

Unser Bus fährt gegen 20 Uhr los. Wir haben einen 32er Bus, d.h. Dort gibt es 32 Sitzplätze. Das ist ziemlich viel Platz. In einer Reihe sind nur drei, anstelle von vier Sitzen.
Allerdings ist von Anfang an keine Beleuchtung im Bus. Wer also lesen mag, sollte sich eine Leselampe mitbringen. Jeder Sitz verfügt über einen eigenen Bildschirm, über den man sich mehrere im Kino aufgezeichnete Filme von schlechter Qualität und in Thai anschauen kann 😀 Machen wir kurz, lassen es aber wieder^^.
Es wird immer kälter und kälter. Da man das ja von Thailand-Bussen kennt (wir sind übrigens schon das dritte Mal zusammen in Thailand) sind wir aber mehr oder weniger darauf vorbereitet und haben lange Sachen an, Mützen, Schals und Jacken^^. Ja, tatsächlich, das braucht man. Verrückt, oder? Es gibt auch eine Decke für jeden—aber die genügt nicht.
Gegen 23 Uhr hält der Bus an einem Restaurant, wo es für jeden was zu essen gibt. Das muss man nicht bezahlen, das ist im Ticketpreis mit inbegriffen. Man setzt sich dafür mit mehren (6-10) an einen Tisch und dort bekommt man dann Reis und verschiedene Gerichte, von denen man was nehmen kann. Wir haben um die Uhrzeit aber keinen Hunger und essen nichts.
Danach wird dann geschlafen. Die Sitze lassen sich verstellen und wir schaffen es beide mehr oder weniger zu schlafen. Es ist eiskalt!

Morgens erreichen wir gegen 8 Uhr den Krabi Town Busbahnhof. Wir fallen da erst mal auf eine Touristenfalle rein und kaufen uns ein Taxi-Ticket an einem Touri-Schalter. Wie die Anfänger. Wir zahlen jeder 100 Baht für die Fahrt nach Krabi Town. (Wie wir später heraus finden, kostet der Spaß 30 p.P.^^. Jaja, selber Schuld. Da wir noch keinen genauen Plan haben, wollen wir erstmal in die Stadt und uns ein Bild machen.

Wir checken erstmal im „Thai Hotel Krabi“ ein. Das Zimmer ist in der siebten Etage, hat AC und ziemlich bequeme Betten und das für 580 Baht pro Nacht. Das ist doch echt super!

Am nächsten Tag leihen wir uns einen Roller und fahren damit nach Ao Nang, ein Touri-Ort, knappe 30 Minuten Fahrt entfernt. Die Strecke dorthin ist unglaublich toll. Die Karstberge machen hier schon ihrem Ruf alle Ehre.

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Karst-Berge in Krabi

Jochen war schon hier und ist wenig begeistert. Eigentlich wollte er auch gar nicht mehr nach Ao Nang, aber er will es mir dann doch mal zeigen.
Als wir gerade in der Stadt ankommen, passiert es. Wir parken den Roller zwischen dicht gedrängten Rollern und Motorrädern. Ich schaue nicht hinter mich und komme genau mit meiner Wade gegen den Auspuff eines Motorrades. Und es ist soo heiß. Jochen hört das Verbrennen meiner Haut als lautes Zischen. 😦 Oh nein! Wie konnte mir das nur passieren?
Schnell holen wir etwas zum kühlen und wir sitzen sicher eine Stunde dort auf der Promenade. Jochen geht in verschiedene Pharmazien, aber das Personal dort ist einfach schlecht ausgebildet und kann nicht helfen.
Lustigerweise laufen wir aber dort Keyvan über den Weg, der allerdings gerade ein Boot zu einem anderen Strand nimmt. Durch meine Schmerzen habe ich aber eh keinen Sinn für viel Kommunikation.
Der Tag ist gelaufen.. Wir fahren nach Hause. Die Sonne knallt und ich muss die ganze Fahrt die Hand über die Wunde halten. Im Hotel verarztet mich Schwester Jochen mal wieder ganz hervorragend. Er ist nach dem Vulkan-Unfall in Neuseeland ja schon geübt darin.
Es tut tierisch weh! Die Brandwunde ist mega groß.
Damit haben sich nun alle Schwimm-Aktivitäten, die ich vorhatte, in Wohlgefallen aufgelöst.
Nach Recherche im Internet habe ich scheinbar eine Verbrennung 2. Grades. Die Heilung dauert bis zu drei Wochen. Na herzlichen Glückwunsch!
Am nächsten Morgen haben sich zig kleine Blasen gebildet, die sich in den nächsten Tagen noch zu einer einzigen großen Blase entwickelt. Tut aber zum Glück nicht so doll weh. Aber richtig duschen kann ich auch nicht. Da das Wasser in Thailand nicht Keimfrei ist, muss ich darauf achten, das es nicht an die Wunde kommt.

Trotz der Brandwunde fahren wir am nächsten Tag zum Tiger Cave Temple.
Dieser befindet sich an den Toren von Krabi. Es handelt sich um eine Tempel-Anlage an einem Fuss eines Berges, dessen Gipfel man über 1200 Stufen erklimmen kann.

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Aufstieg zum Tiger Cave Temple in Krabi

Dort angekommen, ist nochmal eine Art Tempel. Der Aufstieg ist unglaublich mühsam und sehr sehr anstrengend. Man sollte mind. Einen Liter Wasser mitbringen, feste Schuhe tragen und einigermaßen fit sein. Es ist nichts für kleine Kinder oder Hunde (was wir beides gesehen haben). Aber der Aufstieg lohnt sich. Man kann sooo weit sehen. Bis zum Meer und zu den Bergen. Gigantisch!

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Aussicht vom Tiger Cave Temple in Krabi

Am Fuss des Berges gibt es auch noch einen kleinen Trail durch einen Dschungel, zu einer Höhle. Das lohnt sich auch!

Wir treffen auch noch Keyvan und eine Freundin von ihm, die ihn z.Zt. besucht. Es tut gut sich nach einigen Wochen wiederzusehen und wir haben uns viel zu erzählen. Am nächsten Tag machen wir zu viert einen Trail, der ca. 45 Minuten Fahrt von Krabi entfernt ist. Er nennt sich „Tab Kak Hang Nak Hill Nature Trail“. Ein sehr anspruchsvoller Aufstieg, über Stock und Stein, mit unebenem Untergrund. Nichts für Unfitte oder kleine Kinder. Der Aufstieg dauert über eine Stunde und ist zwischendurch richtig fordernd.

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Aufstieg beim Tab Kak Hang Nak Hill Nature Hill bei Krabi

Aber auch hier wird man für seine Mühen mit einem fantastischem Ausblick entlohnt.

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Auf der Spitze vom Tab Kak Hang Nak Hill Nature Hill bei Krabi, mit Gill und Keyvan

Unbedingt machen! Auch hier mind. 1,5Liter Wasser p.P. mitnehmen. Der Abstieg ist unglaublich anstrengend und zieht sich total in die Länge.
Wir hatten ca. 10.30 Uhr gestartet und waren ca. 15 Uhr wieder unten. Insgesamt 20000 Schritte dort gemacht (mein Handy ist nun mein Schrittzähler), viel geschwitzt und gelacht und einen ganz wunderbaren Tag zusammen erlebt.
Das war vermutlich das letzte Mal auf dieser Reise, das wir Keyvan getroffen haben. Aber wir werden ihn in Schottland besuchen fahren! Versprochen! 🙂

Wir fahren törichterweise ein zweites Mal zum Ao Nang Beach, da wir mit meiner Brandblase ziemlich eingeschränkt sind und nicht so recht wissen, was wir machen sollen. Daher die Entscheidung. Sie stellt sich allerdings wieder als schlecht heraus, denn als wir am Ende des Strandes ankommen, springt ein Affe an mir hoch, um sich die Pomelo zu schnappen, die ich festhalte. Dabei kratzt er mich leicht. Als dann ein zweiter viel größerer Affe auf mich zu kommt, schmeiße ich geistesgegenwärtig die Pomelo auf den Boden und bin somit beide Affen los.
Der Kratzer ist nur klein, brennt aber.
Vor Antritt der Reise habe ich mich nicht gegen Tollwut geimpft und nachdem der Kratzer den ganzen Tag brennt und wir im Internet lesen, dass wilde Affen in Thailand als hoher Risiskofaktor in puncto Tollwut gelten und man dringend zum Arzt muss, fahren wir zum nächsten Krankenhaus. Die Damen am Empfang verstehen uns aber gar nicht und wir haben ein ungutes Gefühl. Deswegen springen wir auf den Roller und fahren zu dem anderen Krankenhaus, das wir gesehen hatten. Das war auch eine sehr gute Entscheidung. Es handelt sich um das „International Hospital Krabi“ und gleich im Eingang fühlen wir uns besser aufgehoben.

Ich muss bei einer Ärztin vorsprechen und sie testet ob der Kratzer tief ist. Ist er aber glücklicherweise nicht. Ansonsten hätte ich eine Spritze direkt in die Wunde bekomen. Uuuuhhh.. Sie sagt, das ich nun fünf Tollwut-Impfungen bekommen muss. Die erste bekomme ich dort.
Die ganzen Krankenschwestern sind total nett und süß. 🙂 Von der Spritze merke ich gar nichts. Es ist auch nicht schlimm, das ich erst sechs Tage zuvor eine Gelbfieber-Impfung erhalten habe. Die Ärztin erkundigt sich extra. Drei Tage später hole ich mir dort auch meine zweite Spritze. Ihr glaubt gar nicht wie günstig das war. Bei der ersten Behandlung müssen wir 1200 Baht zahlen und bei der zweiten 900. Geht mal an einem Feiertag ins Krankenhaus—das wäre deutlich teurer geworden in Deutschland.
Das Kh. In Krabi möchte ich an dieser Stelle loben. Sehr professionell, schnell und freundlich. Wer in der Ecke medizinische Hilfe benötigt, sollte dorthin fahren!

Wegen der Impfungen bleiben wir auch eine Nacht länger in Krabi als geplant, um noch die zweite Spritze dort zu bekommen.

Was wir herausgefunden haben: die Gegend um Krabi ist mega touristisch und überlaufen–kann man lassen!

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