Sihanoukville

Sihanoukville oder: Snook

..oder wo Polystyrolteller und Plastiktüten als Grillanzünder benutzt werden, für Touristen mindestens alles doppelt soviel kostet während Locals gleichzeitig den normalen Preis zahlen und wo Müll im Meer zusätzlich zum allerorts herumliegenden Müll zur anscheinenden Wohlfühlatmosphäre gehört…jeder hier bemüht sich täglich um seinen Beitrag hierzu. (Anm. von meiner besseren Hälfte 😀 )

Unsere Bustour nach Snook beginnt vielversprechend.
Es gibt nur 2 Anbieter, die angeblich beide gleich sind. Kosten auch das Gleiche. 5US$. Man fährt mit einem Minivan, einen größeren Bus gibt es nicht. Unsere Befürchtung bewahrheitet sich glücklicherweise nicht—nämlich das mehr Leute verladen werden, als Sitze da sind.
Der Minivan soll uns am Epic Art Cafe abholen. Als nach 30 Minuten immer noch keiner da ist, läuft Jochen mal schnell zur Agency—die nur schräg gegenüber liegt.
Ahh, sagt der junge Mann, der Bus ist heute ausnahmsweise etwas verspätet—der kommt uns gleich holen. 😉
Stimmt sogar—ca. 45 Minuten später ist er da. Wir sind die ersten und fahren nun alle anderen einsammeln. Als der Bus gerade 20 Minuten Kampot verlassen hat, hält er an und macht erst mal seine wohlverdiente Pause.. 😉 30 Minuten..
Nach ca. vier Stunden Fahrtzeit erreichen wir das Zentrum von Snook. Unser erster Eindruck: viel größer als erwartet.

Unser nächstes Abenteuer besteht darin, einen TukTuk-Fahrer zu finden, der uns für weniger als 4$ zu unserem Guesthouse „Out of the Blue“ fährt. Gar nicht so einfach. Wir finden aber einen für 3,5$. Er sagt uns man kommt da schwer die Hänge hoch und nachdem wir die Innenstadt durchqueren finden wir heraus was er meint.^^ Snook ist ziemlich steil-hügelig und unser TukTuk kommt kaum hoch. Fast sind wir versucht zu schieben.. 😉 :p

Zu unserer Unterkunft können wir aber nicht bis vor die Tür gefahren werden, da es dort zu steil ist. Unser Hotel ist ganz o.k., aber auch nichts dolles. Die Matratze ist mega weich und oll, das Bad ein dunkles Loch und unter der Tür ist ein fünf cm Schlitz. Für 15$ etwas mau. Dafür haben wir direkten Meerblick.

Wir erkunden erst mal die zwei Strände, die gleich vor unserer Tür liegen.
Das sind Zusammengefasst die Victory Beaches. Bei dem einen ist ein kleiner Pier dabei, von wo auch Ausflugsboote starten. Hier ist nur eine kleine Bar. Viele Locals befinden sich hier—leider auch jede Menge Müll. Der andere ist an einem ehemaligem Hotelkomplex, das allerdings scheinbar nicht mehr als Hotel dient. Es muss mal sehr hochwertig gewesen sein. Ein großer Pool befindet sich am Strand und am Strand stehen unfertige Ferienhäuser. Vielleicht ist der Komplex auch mittendrin zum Erliegen gekommen, weil das Geld ausgegangen ist. Es lässt sich viel Mutmaßen. Machen wir auch. 😀 Direkt am Strand sind kleine Pavillons aus Stein, die man aber scheinbar immer noch mieten kann. Jede Menge Locals verbringen hier ihren Tag mit der ganzen Familie. Der Strand ist klein, aber eigentlich ganz schön. Hier sind wir das erste Mal im Wasser.

Am Abend gehen wir in das einzige vegane Restaurant, das es hier gibt. „Dao of Life“, ein ganz toller Laden. Es gibt eine Art Biergarten, einen Drinnenbereich und eine Chill Zone auf der Dachterrasse. Das Essen ist ausschließlich vegan. Es gibt sogar selbstgemachten Cashew-Keese (eher ein Streich), der mega lecker ist. Mmmh, hier schmeckt es mir!
Am nächsten Tag leihen wir uns einen Roller und fahren damit zu dem sehr bekannten und beliebten Otres-Beach. Der ist ganze zehn km von unserem Hotel entfernt. Und die Straße direkt am Strand ist mehr als bescheiden. Total matschig, voller Schlaglöcher, ohne Asphalt. Wir parken gleich am Anfang und machen uns zu Fuß auf den Weg.
Wieso dieser Strand so beliebt ist wird uns schnell klar. Weißer Sand, türkises Meer, Palmen.
Aaaallerdings haben das ziemlich viele festgestellt und deswegen ist der Strand bis zum Äußersten bebaut mit Bars und Hotel-Anlagen. Hier legen wir uns aber auf eine Liege, die man kostenlos nutzen kann, wenn man was verzehrt. Nun kommt aber der nächste Haken: alle zwei Minuten belabert einen ein Strand-Verkäufer und das ziemlich penetrant. Die fragen einen immer wieder. Das nervt so tierisch!

Danach fahren wir zum Serendipity Beach, weil dort ein russisches vegetarisches Restaurant ist, wo wir zwar einfach, aber lecker und günstig essen. Bamboo Bar.
Der Strand erschrickt uns allerdings, da er völlig überfüllt und überladen ist. Schnell weg hier.

Die nächsten Tag spätstücken wir im Dao of Life, das leider erst um 12 Uhr aufmacht. Aber das Frühstück ist einfach nur köstlich. Pancakes, selbstgemachtes Müsli mit selbstgemachter Cashewmilch, ein bomben Fruchtsalat.
Dabei verbringen wir den halben Tag auf der Dachterasse und schaffen unseren eigentlich Trip zu einem Wasserfall gar nicht.

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Chill Zone–Dao of Life–Sihanoukville

Zwei Tage verbringen wir noch am Independence und Sokha Beach. Am Independence befinden sich ein paar Bars, die Liegen haben—das ist ganz angenehm. Wir trinken viele köstliche Kokosnüsse. Am Sokha hingegen ist nur Sand und zwar herrlich pudrig Weißer. Hier gefällt es uns besonders gut. Allerdings wird es nach zwei bis drei Stunden ohne Schatten zu heiß—da fahren wir dann zu dem anderen zurück.

Independence Beach--Snook
Independence Beach–Snook

Am letzten Tag machen wir einen „Drei Insel Bootsausflug“, angeblich mit schnorcheln^^. Wir können diesen Ausflug nur bedingt empfehlen. Und zwar nur an Leute, die nicht vorhaben auf Ko Rong etc. zu nächtigen. Dann ist es schon sehr interessant, was man so verpasst.
Zuerst einmal ist das Boot tierisch langsam. Dabei aber ziemlich schaukelig. Ziemlich vielen wird schlecht und es wird gekotzt.^^ Unser erster Stop ist ziemlich geil. Das Boot stoppt und die Crew verteilt Schnorchel-Kram. Zu sehen: NIX!^^ hahahah das war ziemlich abgefahren. Nun denn, sie hatten auch nie mit tollen Fischen geworben..daher 😉

Dann unser zweiter Stop: Koh Rong Saloem. Wir fahren in die malerische Bucht ein und sehen: Müll. Im Wasser, am Starnd, zwischen den wenigen Hütten. Es widert uns an. So ein tolles Paradies und nichts wird dafür getan das zu erhalten. Leider verbringen wir hier zwei Stunden. Unser Essen, das zu dem Trip dazu gehört beeinhaltet ein Getränk und einen Teller mit Salat, Reis und Fisch. Meinen Fisch isst Jochen.. 😉
Nach zwei Stunden geht’s dann nach Koh Rong—WOW!!!! DAS PARADIES! Hey, ich kann nur jedem raten, der sich in dieser Ecke befindet: fahrt dort hin! Es ist einfach nur fantastich. Kurz überlegen wir, ob wir unseren bereits gebuchten Bus nach Trat verfallen lassen, sowie die Hotelbuchung dort, aber wir haben weder Lust so viel Geld zu verschwenden, noch diesen Bootstrip nochmal zu machen. Es gibt zwar noch ein Speedboot, aber wenn man alles zusammenrechnet was das dann extra kosten würde, ist es uns das nicht Wert. Aber: Fahrt dort hin! 😉

Koh Rong
Koh Rong

Wenn man nach Kambodscha will: Angkor Wat und Koh Rong. Den Rest kann man sich unserer Meinung nach schenken. Es ist einfach viel teurer als in Thailand, bekommt dafür aber schlechtere Qualität. Man muss als Touri gegenüber den Locals das Doppelte bis sogar das vierfache zahlen. Das ist in keinster Weise gerechtfertigt, noch fair. Stellt Euch vor das würden wir in Deutschland so machen. Da wäre gleich von Diskriminierung die Rede—und zwar zu Recht. Wir werden Kambodscha ziemlich sicher nie wieder mit einem Fuß betreten.

Unseren letzten Abend verbringen wir im Dunklen, da der Strom dieses Mal fast den ganzen Abend ausfällt.

Wir haben insgesamt drei Nächte im „Out of Blue“ und vier im „Backpackers Heaven“ verbracht—welches sich ebenfalls im Stadteil Victory Hill befindet. Empfehlen können wir aber eigentlich keins von beiden. Die Matratzen waren in beiden Hotels eine Zumutung. Allerdings wird einem im Backpacker deutlich mehr geboten. Das Zimmer wird jeden Tag gereinigt, das Zimmer ist viel größer und viel heller, wenig Ungeziefer, jeden Tag frische Handtücher und ein Pool ist im Haus—welchen wir allerdings nicht genutzt haben.

Restaurant-Empfehlungen:
Dao of Life
Bamboo Bar
Taj Mahal

Strände:
Sokha
Independence
Otres

Was wir in Snook total verrückt finden: die Straßenverordnung, nicht mit Licht tagsüber Roller fahren zu dürfen. Wenn man damit erwischt wird, muss man Strafe zahlen!!! HÄ?????
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