Kampot

Kampot oder: unser Ruhepol

Unser Bus nach Kampot fährt fast pünktlich ab. Der Bus ist nicht sonderlich bequem und ziemlich in die Jahre gekommen. Aber die Fahrt ist ganz ok. Eine Pause wird zwischendurch gemacht.

Der Bus fährt erst über Kep, so das wir uns einen ersten Eindruck vom Strand dort verschaffen können. Für den Anfang gar nicht so schlecht.

Wir fahren mit dem TukTuk zu unserer Unterkunft „Bandinis“. Den Preis für die Fahrt müssen wir wieder runter handeln. Wer das nicht macht, zahlt IMMER zu viel.

Unsere neue Unterkunft gehört einem jungen französischem Pärchen, dass sich bei einer SOA-Reise hier niedergelassen hat. Das Guesthouse ist ziemlich zentral in Kampot und ein kleiner Garten mit mehreren Abhäng-Möglichkeiten verleihen ihm ein besonderes Ambiente. Ein wirklich süßes Guesthouse. Besonders die Besitzerin ist super lieb und sympathisch.

Bandini´s in Kampot

Die Zimmer sind basic, aber alles noch neu und daher schaut alles noch gut aus.

Wir bleiben den Nachmittag erst mal in den Hängematten im Garten.

Am Abend machen wir uns auf und schauen uns mal etwas die Stadt an.

Kampot ist ein kleines, verschlafenes Dorf und nicht mehr so hektisch wie Phnom Penh oder Siem Reap. Aber auch hier sieht man überall Müll in den Ecken, auf den Straßen und den Grundstücken.

Kampot liegt an einem Fluss, an dessen Ufer, die Hauptstraße liegt. Dort findet man Restaurants, Pubs und Geschäfte. Es ist eher der touristische Teil.

Wir entdecken einen Laden, wo Nudeln von Hand gemacht werden und essen dort vegetarische Dumplings, Suppe und gebratene Nudeln. Hier werden wir noch weitere zwei Male essen gehen,

Am nächsten Tag leihen wir uns bei unseren Hosts einen Roller aus und fahren zum Greenhouse am Kapot-River, weil man dort gut schwimmen kann und gut den Tag verbringen kann. Leider vergessen wir unser Geld und müssen wieder zurück fahren. Da wir keine Lust haben, den Weg nochmal zu fahren, fahren wir lieber nach Kep an den Strand. Das ist ein ganzes Stück mit dem Roller. Ca. 35 Minuten. Der Verkehr hier in Kambodscha ist total wahnsinnig. Wir vermuten, dass man hier keinen Führerschein braucht, so wo die alle fahren. Im Dunkeln ohne Licht, ohne Blinker wird abgebogen, es wird auf Schnellstrassen entgegen der Richtung gefahren, weil man zu faul ist rüber zu fahren, es fahren 8 jährige Roller, es wird rechts überholt, geschnitten. Absolut unverständlich. Jede Fahrt ist stressig.

Kep befindet sich direkt am Meer und wir sehen unseren ersten Strand in Kambodscha. Der Stand-Abschnitt ist sehr schmal und kurz. Trotzdem legen wir uns hier in die Sonne, bis wir nicht mehr können. Das Wasser ist relativ warm, reicht aber noch für eine kleine Erfrischung.

Strand von Kep

Am folgenden Tag machen wir dann unseren Ausflug an den Fluss, welcher sich richtig lohnt. Das Greenhouse ist Unterkunft und Bar in einem. Direkt am Fluss gelegen, mit Plattform, auf der Liegen stehen, Leider ist hier alles bis zum 10.12. ausgebucht, sonst wären wir hierhin ümgezogen. Ich würde dieses Guesthouse empfehlen, wenn wer was sucht. 🙂 Der Fluss ist wunderbar frisch und es macht Spaß in ihm zu schwimmen. Wir leihen uns für eine Stunde ein Stand-up-Board aus und wir beide paddeln zum ersten Mal damit. Es macht totalen Spaß!

Stand-Up-Paddle in Kampot

Nachmittags müssen wir uns dann aber mal um eine neue Unterkunft kümmern, da wir nur 3 Nächte bei den Franzosen gebucht haben und sie leider nichts mehr frei haben. Auch wenn die Betten durchgelegen sind und man recht zeitig wach wird, ist es doch gemütlich hier und super preiswert.

Ja ok, die Mücken darf ich nicht vergessen.. Ich habe an zwei Abenden im Garten relaxend, ca. 30 Mückenstiche bekommen!! O_o

Wir finden gleich am Fluss eine Unterkunft, zu der wir dann am folgenden Tag umziehen. Als wir einchecken und das Zimmer beziehen, fallen Jochen plötzlich lauter Tierchen im Zimmer auf. Wir denken erst mal an Bettwanzen, weil sie laut Internet ziemlich identisch aussehen.

Auf unseren Rucksäcken entdecken wir dann noch total viele kleine Jungtierchen und wir werden etwas panisch und bringen schnell alles aus dem Zimmer raus. Zum Glück bekommen wir unser Geld zurück und suchen uns schnell was Neues.

Im Nachhinein finden wir heraus, dass es sich scheinbar um Zecken handeln musste. Denn Bettwanzen haben 6 Beine und Zecken 8 und da Jochen so ein Ding ja schon am Körper hatte, ist er sich ganz sicher.

Oh Gott, eine Bude voller Zecken. Das wäre ja was geworden.

Unsere neue Unterkunft ist mitten in der Stadt und ist etwas gehobener. Nach dem Schrecken brauchen wir das aber jetzt und fühlen uns dort gleich viel wohler.

Duschen und umziehen und schon wird es besser.

An unserem letzten Tag in Kampot fahren wir recht früh Richtung Berg im Nationalpark östlich. Der liegt ca. 15 km entfernt und soll ganz nett sein. Die Fahrt hoch ist total schön. Wir sehen sogar einen richtig großen Greifvogel von nahem. Allerdings je höher wir kommen, um so kälter wird es. Haha, wir Doofies—da haben wir gar gar nicht daran gedacht und nun wird es immer kälter und kälter. Die Wolken berühren den Berg und wehen uns um die Nase. Total irre—eben noch über 30°C und nun unter 18. Also als Tipp an alle die dort mit dem Roller hochfahren: Jacke mitnehmen!

P1110552

Wir müssen dann auch irgendwann umdrehen weil es uns zu kalt wird.

Es ist auch ziemlich witzig, dass man dort Eintritt für einen „Nationalpark“ zahlt und dann auf eine riesige Baustelle gelangt, auf der zig riesige Hotelburgen gebaut werden..Das soll mal einer verstehen..

Am Nachmittag fahren wir dann zum Vine Retread, das ist ein Guesthouse mit Pool wo man auch als Nicht-Gast hin kann und es soll dort auch veganes Essen geben.

Die Fahrt ist lang, es liegt noch hinter Kep und da die Bergkette genau auf der anderen Seite liegt, fahren wir den halben Tag Roller. Das Grundstück ist in einer wundervollen Landschaft zu finden und leider befindet sich das Haus gerade im Umbau, so dass wir den ganzen Weg umsonst gefahren sind. Schade. Das Haus mit Garten und Pool ist wunderschön. Ich würde jedem empfehlen hier her zu kommen.

Am Tag darauf geht es dann nach Sihanoukville.

Meine Tipps für Kampot:

(Alle Restaurants die ich benenne führen vegetarisches/veganes Essen.)

  • Epic Cafe: Frühstück, Sojamilch für Kaffee etc. verfügbar
  • Cafe Espresso: Sojamilch gegen Aufpreis, selbst gerösteter guter Kaffee, Shakes, Bananenbrot (lecker!)
  • Vegetarian Stall im Markt in der Mitte Kampots, local und preiswert
  • Ercan Noodle and Dumpling House: selbstgemachte Nudeln und Dumplings
  • Rikitikitavi: leckerer veganer Burrito, das vegane Curry ist nicht so doll!
  • Streetfood am Markt: Banane in Reis in einem Bananenblatt gegrillt—köstlich! (500 Riehl pro Stück, später in Sianoukville dann 2000 Riehl^^)

Gegrillter Reis mmit Banane

  • Greenhouse: super Abhäng-Möglichkeiten, schwimmen, Stand-Up-Paddlen
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