Siem Reap/ Angkor

Siem Reap oder: die TukTuk-Mafia

Wir teilen uns mit Keyvan einen TukTuk und sind viel zu früh am Flughafen von Luang Prabang.
Dort ist so gut wie nichts und wir versuchen die Zeit gut um zubekommen. Der Flug ist ganz ok und geht schnell vorbei.

Um in Kambodscha einreisen zu können, muss man 30$ bezahlen und ein Passfoto abgeben. Gut das wir noch so viele aus Chiang Rai haben. 😉
Keyvan hat sich bereits ein Zimmer reserviert, bei dem der Transfer dabei ist. Der TukTuk-Fahrer nimmt uns netterweise einfach mit. Und da wir so bequem sind, nehmen wir auch noch in dem gleichen Hotel ein Zimmer. Es kostet 17$ die Nacht.

 

Da ich auf zahlreichen Blogs gelesen habe, dass das vegane Angebot in Kambodscha nicht so toll sei, es aber gute Inder geben würde, suche ich einen Inder mit guter Bewertung aus und wir gehen dort hin. Es ist das beste indische Essen das wir je gegessen haben. Wow.
Siem Reap ist viel kleiner und flacher als wir gedacht hatten. Die Strassen sind total vermatscht von starkem Regen. Alles ist dreckig. Siem Reap ist ganz anders als wir uns vorgestellt hatten. Und auch sehr touristisch. An allen Ecken lungern TukTuk-Fahrer, die einen permanent fragen: „TukTuk?“
Die Nacht ist kurz, da direkt gegenüber eine Art Disko ist und erst gegen 4 Uhr Morgens dort Schluss ist. Das nehmen wir auch zum Anlass uns ein neues Zimmer zu nehmen.
Am Ende der gleichen Strasse finden wir ein ruhiges und recht neues Hotel. 15$ pro Nacht.
Wir verbringen den Tag damit, uns Siem Reap anzuschauen.

 

Angkor

Das Angkor Gelände umfasst nicht nur Angkor Wat. Es ist eine Region nahe Siem Reap, die zwischen dem 9. und 15. Jahrhundert das Zentrum des Khmer-Reiches bildete.
Angkor Wat ist der größte Tempelkomplex der Welt.
Auf einer Gesamtfläche von mehr als 200 km² wurden nacheinander mehrere Hauptstädte und in deren Zentrum jeweils ein großer Haupttempel errichtet. Bis heute wurden bereits mehr als 1000 Tempel und Heiligtümer unterschiedlicher Größe entdeckt. Es gibt Vermutungen, dass im Großraum von Angkor am Höhepunkt des historischen Königreiches bis zu einer Million Menschen auf etwa 1000 km² gelebt haben könnten. [Quelle: Wikipedia]

Es gibt einen 1-, 3- oder 7-Tage-Pass für 20, 40 und 60US$.

Wir entschließen uns für den 3-Tages-Pass und dafür, uns jeder ein Rad zu leihen. Die gibt es für 1$ die schlechteren und 2$ die etwas besseren am Tag. Wir finden auch beide ein gutes Rad, mit dem wir sehr zufrieden sind.
Angkor ist gut erreichbar mit dem Rad-man braucht ca. 30-40 Minuten. Eigentlich muss man auch nur den zahlreichen Bussen und TukTuk´s folgen. 😉

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Das Rad hat einen weiteren Vorteil: man wird nicht mehr von den Fahrern angesprochen, Yeah!

Viele nehmen sich allerdings einen Guide und buchen einen TukTuk für den ganzen Tag. Wie viel das kostet weiß ich nicht. Wir wollten lieber flexibel sein.

Wir sind insgesamt 2 Tage in Angkor. Beim ersten Besuch sind wir etwas später dran.
Als wir auf das Gelände fahren wollen, werden wir zurück geschickt ein Ticket zu kaufen^^.
Wir könnten ja mit einem TukTuk fahren um das Ticket zu kaufen, ist der Vorschlag der Kontrolleurin.. 😉 Nö, wir fahren Rad.

„TukTuk is faster. Take a TukTuk.“ „No thanks“ „But tomorrow you take a TukTuk?“
Der Ticket-Verkauf befindet sich nämlich nicht direkt bei Angkor, sondern ein Stück unterhalb. Als wir bei dem Verkauf ankommen, bekommen wir erst mal einen Schrecken. 8 Kassen in der prallen Hitze und Unmengen an Menschen davor. Uff! Aber zum Glück geht es schneller als gedacht.

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Schlange am Ticket Verkauf für Angkor

Also wieder zurück. Angkor Wat lassen wir hinter uns—viel zu viele Menschenmassen die da um diese Uhrzeit rumschwirren.
Wir schauen uns Angkor Thom und Preah Khan Temple an, beides oberhalb von Angkor Wat. Es gefällt uns wirklich sehr gut. Es ist wirklich ziemlich voll und die Sonne brennt. Man sollte auf keinen Fall Sonnenschutz und eine Kopfbedeckung vergessen. Der Schweiß läuft uns in Strömen. Ganz schön anstrengend! Der Besuch lohnt sich aber alle Male! Es ist so magisch und verzaubert. Einfach nur toll.

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Unseren zweiten Tag auf Angkor beginnen wir einige Stunden früher. Um 4.30Uhr klingelt der Wecker und wir fahren mit unseren Rädern durch die Stockfinstere Nacht. Zum Glück haben wir beide eine Stirnlampe und eine Rücklampe dabei. 😉
Massen an Bussen und TukTuk´s überholen uns.
Rechtzeitig zum Sonnenaufgang erreichen wir Angkor Wat. Es schaut fantastisch aus, aber diese Menschenmassen sind schon gewöhnungsbedürftig.

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Angkor Wat beim Sonnenaufgang

Gerne geben wir den zu spät erhaltenen Tipp weiter, für den Sonnenaufgang zu einem kleineren Tempel zu fahren. Das ist sicher viel besser! 🙂
Wir fahren dann schnell mit dem Rad zum Osteingang und können so von hinten anfangen und es sind noch nicht so viele Leute dort.
Angkor Wat ist schon was besonderes. Diese ganzen Relif-Arbeiten und Verschnörkelungen—einfach toll. Wir schwelgen etwas in den Gedanken, wie es wohl damals ausgesehen haben mag und wie das Leben so war.

Danach schauen wir uns noch ein paar kleinere Anlagen östlich von Angkor Wat an. Besonders gut gefällt uns Ta Prohm. Hier wurde seinerzeit Tomb Raider gedreht. Diese Anlage ist zu großen Teilen noch so, wie es wieder entdeckt wurde und es ist nicht viel restauriert. Die Natur hat sich wieder ihren Platz zurück erobert und viele Bäume wachsen auf den Dächern und dazwischen durch. Dieser Ort ist ganz besonders magisch und hinreißend. Unbedingt anschauen!!

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Ta Prohm

Ziemlich erledigt fahren wir Mittags wieder in die Stadt.

Man kann noch zusätzlich viele Tempel etwas weiter außerhalb anschauen fahren. Diese liegen bis zu 60km weit weg. Dafür ist natürlich ein Fahrzeug sinnvoll.

Uns genügt aber was wir gesehen haben. 🙂

Einen Tag verbringen wir noch im Peace Cafe, wo wir insgesamt 3x essen waren. Es ist ein vegetarisches Restaurant, mit tollem Garten und Sitzmöglichkeiten. Vieles ist vegan und alles was wir essen schmeckt ganz hervorragend. Ganz klare Empfehlung!

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Frühstück im Peace Cafe/ Siem Reap

Abends gehen wir noch in den Artisten Zirkus. Junge Artisten zeigen dort, was sie können. An sich ist das ganz gut, aber die Story ist etwas kindisch und alles ist ziemlicher Klamauk. Die artistischen Kunststücke sind aber Wahnsinn!

Hier in Kambodscha gibt es die besten Kokosnüsse, die wir je getrunken haben. Lecker!!

Unseren letzten Abend verbringen wir mit Keyvan und Trilce, die wir damals in Chiang Mai, bei Steve und Wanchai kennenlernten und heute angekommen ist.
Es wird eine feucht fröhliche Nacht und wir sind ziemlich angeschickert 😉
Das Erwachen am nächsten Morgen ist dann besonders gut, aber nach dem Frühstück gibt sich das.
Unser Pickup für den Bus nach Phnom Phen verspätet sich eine ganze Stunde und wir bekommen schon etwas Angst, dass er gar nicht kommt.

 

 

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