Laos

Einreise Laos

Pünktlich sind wir am Bus Terminal 2, um von dort mit dem Bus nach Laos zu reisen. Die Fahrt dauert keine 3 Std. Wer genau wissen will, wie das geht, schaut doch mal hier nach. Björn hat einen interessanten Blog, wo wir viele Tipps her haben.
Als er die Strecke 2014 gefahren ist, war noch wenig los. Es kannten nicht viele diese Verbindung. Mittlerweile steht es sogar im Stefan Loose. Bei uns war der Bus allerdings schon halb voll und davon waren ca. 70% Deutsche^^ komisch.. 😉
Dieser Bus ist nicht ganz so komfortabel wie der letzte VIP-Bus, aber die Fahrt geht recht schnell vorbei. An der Grenze müssen wir erst mal offiziell Thailand verlassen. Dann geht’s mit dem Bus über den Mekong und an der laotischen Grenze müssen wir eine Arrival-Card, ein Passfoto (was man übrigens in Chiang Rai machen kann—falls es wer vergisst—so wie wir^^) und 30US$ abgeben. Dann geht es nochmal ca. 15 Minuten zu einer Bus-Haltestelle, von wo man ein TukTuk in die Stadt von Huay Xai nehmen muss.
Dort werden wir eine Nacht schlafen, bevor es am nächsten Tag über den Mekong zwei Tage nach Luang Prabang geht.

Huay Xai
Wir finden auch direkt ein sehr günstiges Guesthouse. Es kostet nur 9€ die Nacht. Es ist natürlich kein Traum-Zimmer, aber zum schlafen genügt es! 🙂

Unsere Aussicht von unserem Guesthouse
Unsere Aussicht von unserem Guesthouse

Nach einer Dusche erkunden wir die „Stadt“, die quasi aus einer langen Straße besteht. Wie zu erwarten treffen wir alle drei Minuten die gleichen Leute (was uns ab jetzt ständig passiert^^)
Als wir an einem Strassenstand mein thailändisches Symbol für veganes Essen zeigen, bekommen wir unser erstes laotisches Essen. Nudeln mit Gemüse. Der Straßenverkäufer studiert vorher genau alle Flaschen und zeigt mir was er alles verwendet. Das Symbol ist einfach nur praktisch.
Ausgesprochen übrigens: „jay“.

Lecker Streetfood
Lecker Streetfood

Eine super leckere rosa Pomelo gibt es am Stand daneben. Das fängt ja gut an. 🙂
Leider fängt es nun auch ordentlich zu regnen an und wir müssen erst mal etwas unter dem Vordach stehen bleiben. Praktisch das wir genau am anderen Ende der „Stadt“ sind :p
Über Tripadvisor entdecke ich das Guesthouse Daauw, das auch veganes Essen anbietet. Dort gehen wir hin. Falls wer in dieser Stadt übernachtet, würde ich das als Unterkunft vorschlagen. Es ist ein Homestay, dessen Erlös an die Ausbildung laotischer Bergstämme geht. Diese kommen Familienweise zu dieser „Anlage“, leben eine Weile dort, kochen und lernen. Z.B. Englisch. Zum Übernachten gibt es sehr einfache Bambushütten. Das Essen wird dort ganz frisch zubereitet und das Fleisch hat dort Bioqualität. Ab 20 Uhr kann man dort am Familienessen teilnehmen und das ist dann vegan! Einfach super!
Am Abend lernen wir Keyvan kennen, einen Schotten, der genau wie wir vor vier Wochen eine einjährige Reise begonnen hat. Ihm empfehlen wir unsere Unterkunft.

Nachts fängt es dann richtig zu schütten an. Als wir wach werden sind wir kurz am zweifeln, ob wir wirklich bei diesem Wetter auf einem Slowboat verbringen möchten. Aber zum Glück entscheiden wir uns dafür. Der Regen hört nämlich auf und es regnet nur noch zwischendurch ein wenig. Wir sind aber den ganzen Tag über froh, doch gefahren zu sein.
Die Fahrt zieht sich allerdings gut in die Länge—dadurch das wir auch schon 2Std im Boot saßen, bevor es richtig los geht, wirkt die Fahrt ewig. Es ist nicht super bequem und durch den Regen der letzten Nacht, ist alles ziemlich Nebel-verhangen.

Slowboat-Mekong-Tour
Slowboat-Mekong-Tour

Pakpeng
Wir sind froh, als wir Pakbeng erreichen. Dieser Ort liegt am Mekong und bei der zweitägigen Slowboat-Tour übernachtet man dort. Am Ufer lauern schon die ganzen Hotel-Besitzer, die einem ihr Hotel anbieten. Keyvan und wir rennen aber los und suchen uns selber etwas. Da gerade erst Hochsaison-Anfang ist, sind noch genügend Zimmer frei.
Wir nehmen eins, dass ca. 8,50 € kostet.
Am nächsten Morgen geht es schon etwas zeitiger los. Wir decken uns mit ein paar Snacks, Getränken und Obst ein. Heute scheint zum Glück die Sonne und die Fahrt ist um einiges schöner. Im Sonnenschein ist einfach alles besser. 🙂

Slowboat-Mekong-Tour
Slowboat-Mekong-Tour

P1100833

Luang Prabang oder: TukTuk Waterfall?

Am frühen Nachmittag erreichen wir dann Luang Prabang. Die Slowboats halten aber nicht am Pier direkt in der Stadt, sondern schön 10km entfernt und jeder muss nochmal bezahlen um in die Stadt zu kommen. 20.000 Kip p.P. für einen TukTuk. Unser TukTuk ist total kaputt und als wir gerade losfahren scheint irgendwas nicht mehr zu funktionieren und unser Fahrer fährt über Schotter frontal in eine Wand rein. Wir erschrecken uns total. Die Männer müssen den TukTuk aus dem Modder ziehen und unser Fahrer will uns weiß machen, daß alles in Ordnung sei und wir wieder einsteigen sollen. Ich steige aber nicht mehr in das Kack-Teil ein und wir verlangen ein neues Fahrzeug. Nach einiger Diskutierei kommt ein neues TukTuk, dass sich aber als das langsamste der Weltgeschichte entpuppt. Wir brauchen ewig um in die Stadt zu kommen. Der Motor fällt immer wieder aus. Wir sind froh als wir heile ankommen.
Das war unsere erste Begegnung mit der ganzen Abzockerei hier in Laos.

Wir finden schnell eine Unterkunft. Sie kostet 12€ pro Nacht. Wir erkunden die Stadt, auf den ersten Blick ganz hübsch, aber wie wir schon gelesen und gehört haben, sehr touristisch.
Am nächsten Tag schauen wir uns die Stadt genau an. Es gibt viele Tempel, die alle Eintritt kosten. Wir gehen aber nur auf den Berg in der Stadt, auf der auch ein Tempel ist. Man bekommt einen tollen Überblick über die Stadt. 390 Stufen bis oben. Puh—da läuft einem das Wasser den Körper runter. Es ist unglaublich warm.

Tempel-Berg in Luang Prabang
Tempel-Berg in Luang Prabang

Abends treffen wir Keyvan, der sich ebenfalls ein Zimmer bei uns nimmt. Sein Hostel war wohl ein Reinfall.
Die zwei folgenden Tage nehmen wir einen Roller. Der ist hier um einiges teurer als in Thailand. Ca. 13 € am Tag. Aber dafür bekommen wir einen fast neuen und er fährt sehr gut. Der Sprit ist hier sehr billig. Für 3 € ist der Tank voll. Der Tank war nämlich leer.. Wir vermuten stark, dass der Besitzer den Sprit für sich selber rauspumpt.

Morgens treffen wir Keyvan zum Frühstück vor dem Guesthouse und er ist, genau wie wir nicht so ganz zufrieden mit Laos. Alles kostet extra und man hat den Eindruck, die Laoten hier würden einen finanziell wie eine Zitrone ausquetschen. Unsympathisch.
Wir lesen auch von der Strecke zum nächsten Ort (Vang Vieng), die sieben Std. dauert. Und von Vientiane zu den 4000 Islands wieder 18 Std. Wir haben keine Lust darauf.
Gemeinsam beschließen wir Laos zu verlassen und suchen uns den günstigsten Flug raus. Dieser geht am Montag nach Siem Reap und kostet 110 € p.P. Wir freuen uns alle drei. 😉

Die nächsten zwei Tage schauen wir uns die Wasserfälle in der Gegend an. Der eine, Kuang Si, ist eine ca. 45-ige Rollerfahrt entfernt. Das parken kostet extra, der Eintritt auch und die Toilette ebenfalls.
Auf dem Gelände ist ein Gehege von geretteten Gallebären. Sie haben einen wundervollen Platz hier und es ist das erste Mal dass ich Bären in einem Gehege live als gut empfinde.
Der Wasserfall ist so wunderschön! Unglaublich! Ich habe noch nie einen so wunderschönen Wasserfall gesehen. Man kann dort auch schwimmen—also Schwimmsachen nicht vergessen. 😉

Wasserfall Luang Prabang
Wir kraxeln einen Rundweg über den Wasserfall, der sehr mühsam ist und wir uns wundern, wie ihn manche älteren Leute schaffen. Es geht steil nach oben über Stock und Stein ohne Halterung.
Oben, über dem Wasserfall ist ein herrlicher Platz, wo wir uns eine ganze Weile ausruhen.
Dieser Wasserfall ist sehr sehr touristisch.
Das Essen und die Früchte hier sind ganz schön teuer. Preisniveau wie bei uns. Es schmeckt auch nicht so gut. Für Veganer ist das Angebot sehr mau. Auf dem Night-Market gibt es aber einen Stand mit veganem Essen, dass auch sehr preiswert ist. Man zahlt nur 10.000 Kip und kann sich den Teller voll laden. Wenn man sich das Essen warm machen lässt, schmeckt es auch ganz ok. Hier essen wir fast jeden Abend.
Am Tag danach machen wir uns auf zum Tad Thong, welcher ein eher unbekannterer Wasserfall ist, wo meistens Locals hinfahren. Es gibt einen wunderbaren Schwimmsee um den herum lauter Hütten stehen, in denen man abhängen kann. Zum Wasserfall kommt man über einen kleinen Trail, der über steile Stufen führt. Eintritt p.P. 20.000 Kip. Der Trail ist super schön und wir begegnen insgesamt nur drei Leuten.
Danach hängen wir noch unsere Hängematten in eine der Hütten und genießen dort den Rest des Tages. Dieser Ort ist einer der schönsten, den ich je gesehen habe. 🙂

Dieser Ort ist magisch :)
Dieser Ort ist magisch 🙂

Am nächsten und letzten Tag in Laos mieten wir uns ein Rad und gemeinsam mit Keyvan radeln wir nochmal zu dem See vom letzten Tag. Er hat die Fotos gesehen und möchte gerne mit dahin.
Als wir ankommen, bestellen wir erst mal Essen. Ich sage extra das ich keine Fischsoße haben möchte, aber leider ist der Salat damit getränkt und Jochen muss meine Portion essen. Ihm ist danach gar nicht wohl und ekelt sich.
Also lieber was eigenes mitnehmen. Das Restaurant macht kein gutes Essen!

Wir sind total froh am Montag abzureisen. Landschaftlich gefällt es uns hier wirklich gut, aber wie mit den Touristen umgegangen wird, wie das Essen ist, dass gefällt uns einfach überhaupt nicht. Und wir wollen unsere Zeit da verbringen, wo es uns gefällt.

Unser Hotel-Zimmer wurde in den ganzen 5 Tagen nicht einmal sauber gemacht. Kein Müll geleert, keine Handtücher gewechselt. Das müssen wir selber machen. Keine Empfehlung.
Wir waren einmal in einem Restaurant, dass bei Tripadvisor empfohlen wird, aber das Essen dort war teuer, die Portionen sehr klein, die Mitarbeiter haben Handy-Klingeltöne abgespielt, dabei laut einen Film geschaut, ein bestelltes Essen nicht gebracht, die Hälfte der Gerichte war nicht verfügbar und als sie sich selber den Tisch deckten, haben wir nicht schlecht geschaut—die Teller waren 2-3x so voll wie die der Gäste. Naja..

Die Stadt an sich ist eine reine Touristen-Stadt. Es gibt in der Altstadt nur Gästehäuser, Restaurants und Touristen. Ich habe gelesen, dass dadurch das die Stadt Weltkulturerbe erlangt hat, die ganzen Einheimischen immer mehr „vertrieben“ werden und dafür die Hotels kommen. Ich kann da schon verstehen dass die uns Touris nicht mögen, bzw. uns abzocken. Aber schön ist das trotzdem nicht.

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